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Bundespolizei auf der Suche nach Migranten

Ab Donnerstag weitere Güterzugkontrollen in Raubling

Raubling - Die nächste Schwerpunktaktion der Bundespolizei am Raublinger Bahnhof steht bevor. Das hat Konsequenzen für Pendler auf den Bahnstrecken in Richtung Rosenheim und Kufstein.

Die Bundespolizei setzt ab Donnerstagmorgen die Güterzugkontrollen am Bahnhof in Raubling fort. Während der einzelnen Kontrollmaßnahmen sind die Bahnstrecken in Richtung Rosenheim beziehungsweise Kufstein aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mit Auswirkungen auf den Personenverkehr muss daher gerechnet werden.

Laut Bundespolizeiinspektion Rosenheim sind diese Schwerpunktaktionen notwendig, um Gefahren für Leib oder Leben zu unterbinden. Migranten nutzen nach vorliegenden Erkenntnissen vermehrt die lebensgefährliche Fahrt mit Güterzügen, um nach Deutschland zu gelangen. Hierzu verstecken sie sich überwiegend zwischen den Schienentransportwagen und den darauf abgestellten Lkw-Aufliegern.

Im Juni war ein Migrant bei einer solchen Fahrt offenbar abgerutscht und auf Höhe von Großkarolinenfeld ums Leben gekommen. Im August hat die Rosenheimer Bundespolizei rund achtzig Migranten, die aus afrikanischen Ländern stammen, bei Güterzugkontrollen gefunden. Die festgestellten Personen befinden sich oftmals in schlechtem gesundheitlichen Zustand. Sie sind teilweise stark unterkühlt oder haben erhebliche Kreislaufprobleme.

Die Schwerpunktaktion wird eng mit den Behörden an den Abfahrtsorten und den jeweiligen Verkehrsunternehmen abgestimmt. Voraussichtlich wird ein Polizeihubschrauber den Einsatz zwischen Kiefersfelden und Raubling unterstützen. Angesichts der Folgen für den Zugverkehr und der durch den Flugbetrieb bedingten Geräuschentwicklung bittet die Bundespolizei die Bevölkerung um Verständnis.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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