Die Zahlen im Detail

Tiroler Fahrverbote: So viele Autofahrer mussten umkehren

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Die Bilanz der Fahrverbote in Tirol ist für das österreichische Bundesland Bestätigung, dass die Maßnahme greift.
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In den ersten Wochen der regionalen Winter-Fahrverbote im österreichischen Bundesland Tirol sind 12.500 Autofahrer zurückgewiesen worden. Aufgrund dieser Bilanz fühlt sich Tirol bestätigt und will an der umstrittenen Maßnahme festhalten.

Wie die Regierung mitteilte, wurden in den vergangenen zweieinhalb Wochen rund 12.500 Autofahrer von Ausweichstraßen zurückgewiesen - die meisten von ihnen wurden auf die Autobahn geschickt. Allein am ersten verlängerten Wochenende 2020, also vom 4. bis zum 6. Januar, gab es rund 3.700 Zurückweisungen.

"Bestätigung und Auftrag zugleich, an dieser Maßnahme festzuhalten"

Die Zahl bestätige, dass die auf Ausweichstrecken für den Transitverkehr geltenden Verbote wirkungsvoll seien. Ohne die Fahrverbote hätten diese Fahrzeuge Ortskerne und Dörfer entlang der Hauptverkehrsrouten verstopft, meinten die Politiker. "Die Zahlen sind Bestätigung und Auftrag zugleich, an dieser Maßnahme festzuhalten."

Verkehrsreferentin Philipe: „Die von uns initiierten Fahrverbote sowie die Dosierregelungen entfalten vor allem in den Hauptreisezeiten wie rund um Weihnachten und Silvester ihre Wirkung. Statt Stoßstange an Stoßstange im Ortskern bot sich den Menschen in den betroffenen Ortschaften durchwegs ein Bild mit größtenteils flüssigem Verkehr. Zudem haben sich die Winterfahrverbote für den Güterschwerverkehr bestätigt: Sie trugen wesentlich zum Verkehrsfluss auf der Inntal- und Brennerautobahn bei. Diese Notwehrmaßnahmen unterstützen uns auf dem Weg, die Bevölkerung möglichst zu entlasten."

Vor allem im Zillertal, auf der Fernpass-Strecke und bei Kufstein wurden den Angaben zufolge viele Autofahrer auf die Hauptstraßen zurückgeschickt. Der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr ist von dem Fahrverbot ausgenommen. "Jene, die sich auf den Weg in ein Tiroler Skigebiet oder zu einem Ausflugsziel in Tirol machen, können dieses regulär anfahren", meinte Platter.

Fahrverbote für den Ausweichverkehr - in Summe circa rund 12.500 Zurückweisungen

21. bis 22. Dezember: insgesamt circa 1.200 Zurückweisungen 

28. bis 29. Dezember: insgesamt circa 7.500 Zurückweisungen 

1. Januar: insgesamt circa 50 Zurückweisungen 

4. bis 6. Januar: insgesamt circa 3.700 Zurückweisungen 

Details Bezirk Reutte:

21. bis 22. Dezember: circa 1.000 Zurückweisungen 

28. bis 29. Dezember: circa 3.000 Zurückweisungen 

4. bis 6. Januar: circa 2.420 Zurückweisungen 

Details Bezirk Schwaz:

21. bis 22. Dezember: circa 100 Zurückweisungen 

28. bis 29. Dezember: circa 3.075 Zurückweisungen 

4. bis 6. Januar: circa 480 Zurückweisungen 

Details Bezirk Kufstein:

21. bis 22. Dezember: circa 70 Zurückweisungen 

28. bis 29. Dezember: circa 1.370 Zurückweisungen 

4. bis 6. Januar: circa 740 Zurückweisungen 

Bezirk Innsbruck-Land:

21. bis 22. Dezember: keine Zurückweisungen 

28. bis 29. Dezember: circa neun Zurückweisungen 

4. bis 6. Januar: circa 24 Zurückweisungen

Insgesamt sind in Tirol seit dem 21. Dezember zehn Strecken für den Transitverkehr gesperrt. Die Fahrverbote gelten bis Mitte April an Wochenenden und Feiertagen tagsüber - an Samstagen von 7 bis 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 17 Uhr.

mh/Pressemeldung Land Tirol

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