Jungrind attackiert 69-Jährige

Nächste Kuh-Attacke: Jungtier trampelt Bäuerin in Tirol zu Boden - schwer verletzt

Brandenberg/Tirol - Am Morgen des 23. Juli wurde eine Bäuerin auf ihrer Weide von einem Jungtier attackiert und schwer verletzt.

Gegen 9.20 Uhr begab sich die 69-jährige Österreicherin im Bereich der Gufferthütte auf die dortige Weide, um eine junge Kuh einzutreiben, welche in der Nacht die abgezäunte Wiese verlassen hatte. 

Brandenberg: Kuh trampelt Bäuerin zu Boden

Beim Versuch das Jungrind wieder zu den anderen Kühen zurückzutreiben, ging das Tier ohne erkennbaren Grund auf die Frau los, trampelte sie zu Boden und ließ nicht mehr von ihr ab. 

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Der Frau gelang es in der Folge, sich unter dem Zaun durchzurollen, um so Distanz zwischen dem Jungrind und ihr zu schaffen. Vorbeikommende Wanderer bzw. Angehörige der Frau wurden auf den Vorfall aufmerksam und setzten den Notruf ab. 

Mit Helikopter in Klinik

Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde die Frau mit massiven Verletzungen mittels Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Kufstein geflogen.

Nicht der erste Kuh-Angriff in dieser Woche

In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu folgenschweren Kuh-Attacken. Im Ostallgäu wurde Anfang der Woche ein Achtjähriger von einer Mutterkuh überrannt und schwer verletzt. 

Am Sonntag wurde ebenfalls in Tirol eine 57-jährige Wanderin aus Deutschland Opfer eines Kuh-Angriffs. Beim Durchqueren eines Weidegebietes wurde die Frau von mehreren Jungchen attackiert

Die Tiere stießen die Frau laut Polizei über den Wegesrand hinaus in einen Wald - dort blieb die Wanderin verletzt liegen.

Allerlei Gefahrenquellen bei der Rinderhaltung

Für Landwirte stellen ihre eigenen Nutztiere mitunter ein nicht unerhebliches Unfallrisiko dar. "Generell ist es ja so: Eine Kuh an sich ist ja ein friedliches Tier. Aber wenn sie beispielsweise erschreckt reicht schon die reine Körpermasse um anderen Tieren oder dem Landwirt vollkommen unabsichtlich zu schaden", berichtete Andreas Hartmetz, Sicherheitsberater bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau im März 2019 gegenüber innsalzach24.de.

Es gibt dabei eine ganze Reihe von Gefahrenquellen zu beachten. Unfälle können beim Melken, aber auch der sonstigen Arbeit mit den Tieren geschehen.

Landespolizeidirektion Tirol/mz

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