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Junge (†6) ertrinkt in Kitzbüheler Ache

Nach Drama in Tirol: Eltern mit verzweifeltem Zeugen-Aufruf - hohe Belohnung ausgesetzt

Polizisten sind am Unglücksort im Einsatz. Nach einem Raubüberfall auf seinen Vater ist ein Sechsjähriger in der Tiroler Ache in Österreich ums Leben gekommen.
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Polizisten sind am Unglücksort im Einsatz. Nach einem Raubüberfall auf seinen Vater ist ein Sechsjähriger in der Tiroler Ache in Österreich ums Leben gekommen.

Das Drama ist jetzt fast zwei Wochen her: An einer Ufer-Promenade in St. Johann in Tirol wird ein Vater von einem Unbekannten an der Kitzbüheler Ache angegriffen. Sein Sohn (6) ertrinkt im Anschluss in der Ache, vom Täter fehlt jede Spur. Jetzt haben die Eltern eine Belohnung für Hinweis ausgelobt.

St. Johann in Tirol – In einem Facebook-Post vom 10. September schrieben die Eltern: „In­formationen oder Hinweise, die ursächlich zur Ausfor­schung des Täters/Täterin entsprechend polizeilicher Bestätigung führen, werden mit der Zahlung eines Be­trags von insgesamt 30.000 Euro belohnt.“

Für die Eltern der letzte Strohhalm, um vielleicht doch noch die Todesumstände des am Syn­gap-Syndrom erkrankten Jungen aufzuklären.

Syngap-Syndrom

Das Syngap-Syndrom ist ein seltener Gendefekt, der die motorische und geistige Entwicklung von betroffenen Kindern deutlich verlangsamt. Neben einer starken Beeinträchtigung der Feinmotorik zeigen sich die Auswirkungen der Erkrankung auch in lebenslangen Koordinations- und Entwicklungsstörungen. Das Syngap-Syndrom ist extrem selten und nur bei etwa ein bis zwei Prozent der Menschen mit geistiger Behinderung die Ursache der Erkrankung.

Bisher hatten die Zeugenaufrufe des Lan­deskriminalamtes Tirol keinen durchstechenden Erfolg erbracht. Der Mann war mit seinem Sohn mitten in der Nacht für einen Spaziergang am Ufer der Kitzbüheler Ache unterwegs gewesen. Das sei nichts Ungewöhnliches, da der Junge wohl wegen häufiger Klinik-Aufenthalte nachts oftmals nicht schlafen konnte. Während des Spaziergangs wurde der Vater unvermittelt von hinten mit einer Falsche niedergeschlagen.

Der Täter nahm daraufhin Reißaus und ließ den Vater und seinen sechsjährigen Sohn im Buggy zurück. Was als nächstes geschah, ist derzeit noch nicht vollends sicher. Die Ermittler vermuten, dass sich der Bub aus dem Kinderwagen befreit habe und zu der nahe gelegenen Tiroler Arche gegangen sei. Dabei sei er wohl ins Wasser gefallen und ertrunken.

Rund eine Woche ist es jetzt her, dass die Familie den kleinen Jungen begraben musste. Jetzt also der Hilferuf der verzweifelten Eltern. „Um die Polizei bei der Aufklärung dieses Verbre­chens zu unterstützen, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe für die Aufklärung dieser Tat“, schreiben sie. „Mögen Sie bitte jegliche Art von nützlichen Informationen und Hinweisen an die Tele­fonnummer des Journaldiens­tes des LKA 0043/59133703333 oder jede andere Polizeidienststelle melden.“

Die beiden führten weiter aus, „jegli­che Hinweise, Auffälligkeiten, private Kameras etc.“ mitzuteilen und den Aufruf zu teilen und aufzuhängen. Die Belohnung von über 30.000 Euro kann sich durch Überweisungen auf das Anwaltskonto Dr. Lang (AT53 3500 0000 9215 7700) noch einmal erhöhen.

fgr

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