58-Jähriger bei dramatischem Unfall in Tirol schwer verletzt

Erst mit Motorsäge verletzt, dann bei 300-Meter-Absturz aus Auto geschleudert

Kals/Tirol - Unfassbare Szenen haben sich am Samstag, 27. Juni, in Kals am Großglockner in Osttirol abgespielt. Ein Mann verletzte sich dabei zunächst bei Holzarbeiten mit einer Motorsäge. Doch wenig später kam es noch viel schlimmer:

Der 58-jährige Österreicher hatte sich im Bereich der Lesachalm heftig am Arm verletzt und sich eine tiefe Schnittverletzung zugefügt. Er setzte einen Notruf ab und stieg anschließend ins Auto, um seinen Rettern über einen Almweg ein Stück entgegenzufahren. Dabei geriet er nach Angaben der Landespolizeidirektion Tirol jedoch über den Wegrand hinaus, woraufhin der Wagen etwa 300 Meter tief in einen felsdurchsetzten Graben abstürzte.

Beim Absturz wurde der Fahrer nach einer Wegstrecke von etwa 200 Metern aus dem Wagen herausgeschleudert. Der 58-Jährige blieb dort schwer verletzt liegen. Die bereits auf dem Weg befindlichen Retter fanden ihn wenig später. Nach medizinischer Erstversorgung vor Ort wurde der Mann mit einem Notarzthubschrauber in eine Klinik nach Innsbruck geflogen. Neben Polizei, Notarzt und Rettungsdienst war auch die Freiwillige Feuerwehr Kals mit 27 Mann im Einsatz.

Weiterer schwerer Unfall im Ötztal

Am Samstagmorgen war es darüber hinaus im Ötztal zu einem weiteren schweren Unfall bei Holzarbeiten gekommen. Gegen 8.45 Uhr waren ein 20-jähriger Österreicher und sein Vater (46) in Umhausen (Geigenkamm-Fundustal) mit Holzbringungsarbeiten beschäftigt. 

Beim Triften eines etwa vier Meter langen Baumstammes löste sich hinter diesem ein Felsbrocken und klemmte in der Folge den Fuß des 20-Jährigen zwischen Stein und Baumstamm ein. Er wurde dabei unbestimmten Grades verletzt. Der 20-Jährige wurde von der Bergwacht gerettet und schließlich von einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Zams geflogen.

mw/Landespolizeidirektion Tirol

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Kommentare