Vermisste Alpinisten

Zwei Deutsche im Karwendelgebirge vermisst - Nun auch zweiter Vermisster aufgefunden

Vermisster Münchner Landespolizeidirektion Tirol
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Die Landespolizeidirektion Tirol veröffentlichte ein Foto des Vermissten

Karwendelgebirge - Ein 48-jähriger Mann aus Deutschland fuhr am 4. September mit dem Zug von München nach Scharnitz. Von Scharnitz aus startete der Alpinist seine Bergtour durch das Karwendelgebirge und wollte am nächsten Tag wieder mit dem Zug nach München heimkehren.

Update, 8. September 7.20 Uhr - Zweiter Vermisster dehydriert aufgefunden

Am Montagmorgen wurde die Suche wieder aufgenommen. Letztlich war es wohl sein Rucksack, der dem Bergsteiger das Leben rettete. Dieser Rucksack, der einen auffälligen blauen Regenüberzug hatte, wurde von einer Hubschrauberbesatzung am späten Vormittag entdeckt.

Update, 10.32 Uhr - Polizei veröffentlicht Foto des Vermissten

Die Landespolizeidirektion Tirol hat nun in Absprache mit Angehörigen ein Foto des Vermissten veröffentlicht und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Erstmeldung, 8.14 Uhr

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Am 5. September, gegen 14 Uhr, teilte er seiner Frau telefonisch mit, dass er über einen markierten Steig durch das Vomperloch bis nach Vomp absteigen würde und mit dem nächsten Zug bis 23 Uhr in München sein würde. Da der Alpinist mehr Zeit für den Abstieg benötigte als gedacht, übernachtete er noch einmal im Bereich „In der Au“ bei einer Jagdhütte.

In diesem Bereich hatte der 48-Jährige keinen Handyempfang und konnte seine Ehefrau nicht mehr anrufen. Sie erstattete daher bei der Polizei in München die Anzeige über die Abgängigkeit ihres Ehemannes, da er nicht wie vereinbart nach München zurückkam.

In den frühen Vormittagsstunden des 6. September wurde die Suchaktion nach dem Alpinisten organisiert. Schlussendlich konnte der Mann im Bereich Vomperloch gegen 10.50 Uhr von den Einsatzkräften unverletzt angetroffen werden. Der 48-Jährige wurde von der anwesenden Bergrettung aus dem Vomperloch begleitet und anschließend nach Schwaz gebracht, von wo er mit dem Zug nach München heimfuhr.

Weiterer Deutscher (40) noch immer im Karwendelgebirge vermisst

Ein weiterer 40-jähriger Mann aus Deutschland wurde am 5. September, gegen 23 Uhr, von seiner Ehefrau bei der Polizei in München als abgängig gemeldet, da er sich nach seiner 2-tägigen Bergtour nicht wie vereinbart bis 20 Uhr gemeldet hat. Der Mann fuhr am 4. September mit seinem Auto von München nach Hinterriß – Eng Alm und startete von dort aus seine Tour.

Der 40-Jährige war alleine unterwegs und führte kein Handy mit. In den frühen Vormittagsstunden des 6. September wurde die Suchaktion nach dem Abgängigen gestartet. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse waren nur bedingt Suchflüge im besagten Bereich möglich.

Mehrere Teams der Bergrettung stiegen zu Fuß auf und suchten die Bereiche Hochglückkar, Zwerchloch, Vomperloch, Huderbank und den Bereich der Lamsenspitze ab. Die Suchaktion musste um 17.40 Uhr jedoch wegen des schlechten Wetters erfolglos abgebrochen werden. Die Suchaktion wird am 7. September fortgesetzt, sobald es die Witterungsverhältnisse wieder zulassen.

An beiden Suchaktionen, welche das gleiche Suchgebiet umfassten, nahmen der Polizeihubschrauber, die Alpinpolizei und insgesamt 30 Einsatzkräfte der Bergrettungen Schwaz, Hall in Tirol und Achenkirch teil.

Pressmitteilung der Landespolizeidirektion Tirol

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