Schreckliche Tat in Tirol

Mann (71) sticht auf Ex-Frau ein und will sie überfahren - später erhängt er sich

Sautens - Am Montagvormittag ereigneten sich in Österreich dramatischen Szenen.

Ein 71-jähriger Österreicher stach am 18. Februar, gegen 10 Uhr, in Sautens auf offener Straße mit einem Messer auf den Hals seiner von ihm getrennt lebenden 58-jährigen Frau ein. Als die Frau am Boden lag versuchte der Verdächtige noch die Frau zu überfahren. 


Nachdem der Verletzten einige Passanten zur Hilfe kamen, flüchtete der 71-jährige mit seinem Fahrzeug und stellte es etwas außerhalb von Sautens ab. Unmittelbar danach begab er sich in einen nahe gelegenen Wald und erhängte sich. 

Seine Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Hubschrauber in die Klinik Innsbruck gebracht. Lebensgefahr besteht derzeit nach ersten Erkenntnissen nicht. 


Passanten eilen zur Hilfe

Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, haben zuvor mehrere Zeugen wohl das Leben der Frau gerettet, als diese den 71-Jährigen dazu brachten von seinem Opfer abzulassen. Darunter auch ein Arzt, welcher bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe leistete. 

Ausschlaggebend für die Tat und den folgenden Suizid dürfte die vor kurzem erfolgte Trennung gewesen sein. Eine Obduktion wurde angeordnet. „Warum die Situation derart eskaliert ist, ist vorerst unklar und Gegenstand der Ermittlungen“, erklärte Walter Pupp, der Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Sowohl bei der "Noch-Ehefrau", als auch beim "Täter handelt es sich um Einheimische ohne Migrationshintergrund", fügte Pupp an.

Mehrere Hunde und Helikopter im Einsatz

An der Fahndung nach dem vorerst flüchtig gewesenen Verdächtigen hatten sich Beamte des EKO Cobra West, Beamte aus dem Bezirk Imst und Beamte der Diensthundestation Innsbruck und der Polizeihubschrauber beteiligt.

mz/Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol

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