Spektakulärer Einsatz am Achensee in Tirol

Teure Tierliebe: Besitzer lässt Hund mit Hubschrauber von Berg retten

Maurach/Tirol - Tierliebe kann sehr teuer werden: Diese Erfahrung machte nun ein Deutscher, der seinen in den Tiroler Bergen abgestürzten Hund von einem Polizeihubschrauber retten ließ.

Der 49-Jährige war am Sonntag, 5. Juli, im Gemeindegebiet von Eben in der Nähe des Achensees gemeinsam mit seinem Hund auf dem Weg zur Mondscheinspitze. Kurz vor dem Gipfel, auf einer Höhe von etwa 2050 Metern, begab sich der Hund auf dem schmalen Gipfelgrat zu weit nach rechts und stürzte nach Angaben der Landespolizeidirektion Tirol einige Meter tief in eine steile Rinne.

Der Labrador blieb bei dem Sturz zwar unverletzt, konnte jedoch nicht mehr selbstständig zu seinem Herrchen zurückklettern. Auch der Mann konnte nicht zu seinem geliebten Vierbeiner absteigen, so dass der 4 9-Jährige in seiner Verzweiflung schließlich den Notruf wählte und die Rettungskette in Gang setzte. 

Neben der Bergwacht Achenkirch war auch der Hubschrauber "Libelle" im Einsatz. Auf etwa 2000 Metern begann dann der spektakuläre Einsatz. Wie das Portal oe24.at berichtet, wurde der Hundebesitzer dort an ein Tau gehängt und dann zu seinem Hund geflogen. Anschließend wurde dem Tier ein Brustgeschirr angelegt, ehe Hund und Herrchen überglücklich gerettet wurden und letztlich selbstständig absteigen konnten. "Der Labrador schwanzelte vor Freude, als er seinen Besitzer sah", sagte ein Mitglied der Hubschrauber-Crew gegenüber dem Portal.

Ärger hat der Hundebesitzer nun dennoch: Der Mann muss die Einsatzkosten in Höhe von 2500 Euro aus eigener Tasche bezahlen, weil er "die missliche Lage des Labradors fahrlässig verschuldet" habe. Ein Hund habe in diesem Gebiet nichts verloren, hieß es.

mw

Rubriklistenbild: © picture alliance / Gian Ehrenzel (Symbolbild)

Kommentare