Er galt knapp sieben Jahre als vermisst

Wanderer findet zufällig Überreste von vermisstem Deutschen (†56) in Tirol

Das Knochenfeld der Totensch‰ndungen bei Kabul
+

Virgen (Tirol) - Am 3. Juni 2020 meldete ein 25-jähriger Österreicher bei der Polizei in Lienz, dass er am Rande eines Lawinenkegels im sogenannten Steinkaastal einen menschlichen Unterkieferknochen gefunden habe. Eine am nächsten Tag durchgeführte Suche an der Fundstelle verlief vorerst negativ.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Nach Einlagen des Untersuchungsergebnisses am 16. Juni 2020 konnten die sterblichen Überreste einem seit 2. Oktober 2013 abgängigen, damals 56-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus dem Raum Hannover zugeordnet werden, welcher nach einer Wanderung von der Zupalsee-Hütte in Richtung Lasörlinghütte nicht zurückgekehrt war.

Am 20. Juni 2020 führten Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe Lienz mit dem Polizeihubschrauber einen Suchflug im Bereich der Auffindungsstelle durch. Auf einer Seehöhe von ca. 2.050m konnte die Mannschaft in einem Graben östlich der Lunebischhöhe im fließenden Gewässer weitere sterbliche Überreste eines Menschen auffinden. Mithilfe der Bergrettung Virgen und der Libelle Klagenfurt wurden die Leichenteile in weiterer Folge geborgen.

Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass es sich dabei um weitere Überreste des seit 2013 abgängigen Mannes handelt.

Pressemeldung Landspolizeidirektion Tirol

Kommentare