Tragödie in Tirol

Zwei Männer 200 Meter von Lawine in den Tod gerissen

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Tirol - Zwei Menschen wurden am Samstag von einer Lawine in Sölden verschüttet. Sie konnten nicht mehr lebend gefunden werden.

Update, 17.40 Uhr - Pressemeldung Polizei Tirol

Am 9. November gegen 12 Uhr wurden drei Niederländer im Alter von 33, 39 und 54 Jahren mit entsprechender Notfallausrüstung und Lawinenairbag in Sölden am Rettenbachferner im freien Schiraum auf einer Seehöhe von etwa 2.900 Metern in einem etwa 35 Grad steilen Hang von einer 50Meter breiten Schneebrettlawine erfasst.

Einer der Freerider (54) konnte aus der Lawine ausfahren, während die beiden anderen Freerider etwa 200 Höhenmeter mitgerissen und im Bereich einer Eiswulst trotz eines ausgelösten Lawinenairbags circa 2,5 beziehungsweise 3,5 Meter tief verschüttet wurden.

Die verschütteten Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Zur Klärung der Todesursache wurde die gerichtliche Obduktion angeordnet.

Die Piste und der organisierte Skiraum waren durch die Lawine nicht betroffen! Im Einsatz stand die Bergrettung Sölden, der NAH Alpin2, der Hubschrauber des BMI Libelle, Mitarbeiter der Bergbahnen, Pistenrettung, sowie die Alpinpolizei.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol

Update, 15 Uhr - Trotz Lawinenairbag verschüttet

Um kurz nach 12 Uhr kam es in Sölden zu der Tragödie: Zwei Männer wurden abseits der Gletscherskipiste von einer abgehenden Lawine erfasst und verschüttet. Einer der beiden hatte augenscheinlich sogar noch seinen Lawinenairbag ausgelöst, wurde aber dennoch von den Schneemassen begraben. Die Männer waren wohl abseits der Piste im freien Skiraum abgefahren, als es zu dem Unfall kam. Drei Hubschrauber waren bei dem Versuch, die beiden zu retten im Einsatz. Sie konnten dennoch nur noch tot gefunden werden.

Erstmeldung

Die Wintersportsaison hat noch vor ihrem eigentlichen Start ihre ersten Toten zu beklagen: Bei einem Lawinenabgang in Tirol starben am Samstag zwei Menschen. Ein Schneebrett hatte die beiden abseits einer Piste in Sölden verschüttet, sie konnten nur noch tot gefunden worden, berichtet salzburg24.de. Zur Identität der Opfer ist bislang nichts Näheres bekannt. 

Der Lawinenwarndienst ist aktuell noch nicht aktiv, doch warnte die Behörde am Freitag auf ihrem Blog zur erhöhten Vorsicht, da bereits einiges an Schnee gefallen war. 

jv

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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