Deutscher stirbt in Schweiz, Schwerverletzte in Österreich

Frau (53) kracht mit Gleitschirm in Skilift am Sudelfeld

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Der Gleitschirm blieb am Masten eines Skiliftes hängen.
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St. Moritz/Söll/Tirol - Ein Skifahrer aus Deutschland ist am Donnerstag in der Schweiz bei einer Kollision auf einer Piste gestorben. Darüber hinaus gab es in Österreich durch Skiunfälle mehrere Schwerverletzte zu beklagen. Zudem gab es am Sudelfeld einen Unfall mit einem Gleitschirm.

UPDATE, 8.05 Uhr - Frau kracht mit Gleitschirm in Skilift

Am Donnerstagnachmittag, 2. Januar, kam es außerdem noch zu einem folgenschweren Unfall mit einem Gleitschirm am Sudelfeld (Raum Bayrischzell). Gegen 16.45 Uhr war eine 53-jährige Frau aus Bayrischzell mit ihrem Gleitschirm im Bereich des Kitzlahner-Liftes in Richtung Osten unterwegs, wie die Polizei in Miesbach und die Bergwacht Leitzachtal nun mitteilten.

Aus bislang ungeklärter Ursache klappte dann der Gleitschirm plötzlich ein, wodurch die Frau die Kontrolle verlor und mit dem Schirm gegen den Masten eines Skilifts prallte. Dadurch zog sich die Frau Verletzungen im Gesicht, am Oberkörper und den Beinen zu. Im Anschluss musste sie ins Klinikum Großhadern gebracht werden. Die Polizeiinspektion Miesbach hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Mann stirbt nach Kollision bei St. Moritz

Der 57-Jährige wurde bei der Kollision im Skigebiet Corviglia bei St. Moritz am Donnerstag, 2. Januar, über den Pistenrand geschleudert. Trotz Reanimation starb der Mann vor Ort, wie die Polizei jetzt mitteilte. Woher genau aus Deutschland er stammte, blieb zunächst unklar. 

Sein "Unfallgegner", ein 52-Jähriger aus der Schweiz, kam bei dem Crash mit leichten Blessuren davon und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Hergang des Unfalls muss noch ermittelt werden.

Vater (65) und Sohn (17) schwer verletzt

Ebenfalls am Donnerstag, 2. Januar, kollidierte ein bislang unbekannter Skifahrer im Skigebiet von Söll (Bezirk Kufstein) auf einer schwarzen Piste mit einem 65-jährigen Deutschen, so dass dieser zu Sturz kam und schwer verletzt liegen blieb. Der Mann wurde mit dem Tau durch die Crew eines Notarzthubschraubers gerettet und ins Bezirkskrankenhaus nach Kufstein geflogen.

Fast zum selben Zeitpunkt wurde der 17-jährige Sohn des Deutschen - nur wenige Meter entfernt - ebenfalls von einem unbekannten Skifahrer angefahren und schwer verletzt. Nach der Erstversorgung wurde er von den Rettungskräften ebenfalls ins Krankenhaus nach Kufstein eingeliefert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun die beiden bislang unbekannten "Pisten-Rowdys".

Betrunkener Skifahrer verletzt sich schwer

Am Donnerstag, gegen 13.30 Uhr, geriet ein 33-jähriger alkoholisierter Pole mit seinen Skiern im Skigebiet am Hintertuxer Gletscher auf etwa 3.120 Metern Seehöhe über den Rand eines Verbindungsweges hinaus und stürzte mehrere Meter in steiles Gelände ab, wobei er sich schwere Verletzungen am rechten Ober- und Unterschenkel zuzog. Der Mann wurde ebenso mit dem Hubschrauber gerettet und ins Krankenhaus nach Schwaz geflogen.

Skifahrerin bleibt bewusstlos auf Piste liegen

Bereits am Donnerstagvormittag um 10.35 Uhr fuhr ein 32-jähriger Deutscher auf seinem Snowboard und eine 22-jährige Niederländerin auf ihren Alpinskiern im Skigebiet von Sölden auf einer blauen Piste talwärts, als es zwischen diesen aus noch ungeklärter Ursache zu einer Kollision kam. 

Beide Personen stürzten daraufhin und die Frau blieb bewusstlos auf der Piste liegen. Der Snowboarder erlitt augenscheinlich keine Verletzungen. Die junge Frau aus den Niederlanden wurde nach der Erstversorgung mit einem Notarzthubschrauber in eine Klinik nach Zams geflogen.

dpa/Landespolizeidirektion Tirol/mw

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