Felssturz in den Tiroler Alpen

Bayer (46) stürzt am Schrankogel 300 Meter in den Tod

Tirol - Am Schrankogel kam es am Mittag des 25. Juli zu einem Felssturz. Ein Bergsteiger aus Deutschland kam dabei ums Leben, drei weitere Deutsche wurden verletzt.

Update, 21.44 Uhr - Todesopfer stammt aus  Bayern

Der am Schrankogel tödlich verunglückte Mann stammt aus dem schwäbischen Landkreis Donau-Ries, wie der BR berichtet.

Update, 21.09 Uhr - Nachtrag zum tödlichen Alpinunfall in Längenfeld, Bezirk Imst

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Am 25. Juli, gegen 13.28 Uhr, kam es in Gemeindegebiet von Längenfeld in den Stubaier Alpen am Ostgrat des Schrankogel auf 3.300 Metern Höhe zu einem tödlichen Alpinunfall. Zum Zeitpunkt des Unfalles waren insgesamt neun Personen am Ostgrat im Abstieg unterwegs. Eine vierer Gruppe - bestehend aus österreichischen Alpinisten - befand sich oberhalb einer deutschen vierer Gruppe. 

Ein Alleingeher aus Österreich befand sich im Nahbereich der österr. Gruppe. Die ersten polizeilichen Erhebungen ergaben, dass sich im weglosen, markierten Gelände im Bereich des letzten absteigenden Alpinisten der österreichischen Gruppe ein Stein gelöst haben dürfte. Dieser Stein hatte einen großen Felssturz zu Folge. Die österr. Gruppe versuchte durch laute Zurufe die unterhalb befindliche deutsche Gruppe zu warnen. 

Beide Gruppen als auch der Alleingeher versuchten sich hinter Steinen in Deckung zur bringen, bzw. versuchten den herabfallenden Felsen und Steinen auszuweichen. Während die österreichische Gruppe den Felssturz unverletzt überstand, wurde die deutsche Gruppe durchwegs verletzt. Ein 46-jähriger Alpinist aus Deutschland dürfte von einem großen Stein getroffen worden sein und stürzte in weiterer Folge ca. 300 hm über felsiges Gelände tödlich ab. Die drei restlichen Mitglieder der Gruppe aus Deutschland (männlich) wurden durch herab fallende Steine getroffen bzw. verletzten sich beim Ausweichen. 

Ein Gruppenmitglied verletzte sich im Rippenbereich und musste mit dem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus nach Zams geflogen werden. Die zwei anderen verletzten sich leicht. Im Gipfelbereich befand sich eine Gruppe aus zwei Wiener Bergsteigern. Diese bekamen vom Unfall nichts mit, wurden aber ebenso wie die restlichen Unfallbeteiligten vom Grat durch den Polizeihubschrauber ausgeflogen. 

Im Einsatz stand die Bergrettung Gries, die Bergrettung Längenfeld, die Feuerwehr Längenfeld, die Suchhundestaffel der Bergrettung Tirol, zwei Notarzthubschrauber, sowie ein Polizeihubschrauber mit Alpinpolizisten. Die Betreuung der Beteiligten übernahm das Kriseninterventionsteam der Rettung. Nach Abschluss der Erhebungen durch die Alpinpolizei wird ein Bericht an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Tirol

Erstmeldung, 16.03 Uhr - Felssturz am Schrankogel - Ein Toter und mehrere Verletzte

Tragisches Unglück in den Tiroler Alpen am 25. Juli: Gegen 13 Uhr wurde eine Seilschaft am Schrankogel (Gemeindegeibet Längenfeld) von einem Felssturz überrascht. 

Bergsteiger bei Felssturz am Schrankogel getötet

Eine Person wurde nach ersten Informationen der Polizei Tirol dabei getötet. Zwei Personen wurden leicht und eine Person unbestimmten Grades verletzt. 

Großaufgebot am Schrankogel im Einsatz

Die Person mit den Verletzungen unbestimmten Grades wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Zams geflogen. Die Bergrettung Gries und Längenfeld, die Freiwillige Feuerwehr Längenfeld sowie zwei Rettungshubschrauber und der Polizeihubschrauber sind im Einsatz.

Die Polizei Tirol will im Laufe des Tages weitere Informationen zu dem Unglück veröffentlichen.

Polizei Tirol / bcs

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