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Fidget-Spinner oder Wurfstern?

Rosenheimerin wegen "Spielzeugs" vor Gericht

Rosenheim - Eine Rosenheimerin kaufte auf der Shoppingplattform Wish einen Fidget Spinner und muss deswegen vor Gericht.

Eine Frau aus Rosenheim kaufte vor etwa einem Jahr über eine Internetplattform einen Fidget-Spinner, einen Handkreisel, der aus einem mittig platzierten Kugellager und mehreren Auslegern besteht.

Spielzeug oder Wurfstern?

Dieses Spielzeug hatte für den Zoll offenbar Ähnlichkeit mit einem Wurfstern, der unter das Waffengesetz fällt. "Der Zoll hat die Bestellung abgefangen und uns einen Fragebogen zugesendet. Diesen Fragebogen haben wir ausgefüllt und geschrieben, dass es ein Spielzeug ist und kein Wurfstern", teilte uns der Ehemann der Bestellerin mit. "Wir dachten auch die Sache wäre erledigt, weil auch im Internet einige Berichte zu finden sind, dass es eben keine Waffe, sondern ein Spielzeug ist. Jetzt zirka ein Jahr später kommt vom Amtsgericht ein Strafbefehl zwecks illegaler Waffeneinfuhr und wir sollen 400 Euro Strafe zahlen. Ich dachte mein Schwein pfeift. Es ist nachweislich ein Spielzeug, keine scharfen Klingen oder ähnliches."

Es handelt sich um einen Fidget-Spinner, der diesem Modell sehr ähnelt. In der Diskussion unter dem Artikel wird bereits über die Frage Wurfstern oder nicht und, dass das Spielzeug bei einer Bestellung womöglich nicht durch die Kontrolle kommt, diskutiert. Der Fall scheint also kein Einzelfall zu sein.

Verhandlung am 27. Juni

Nichtsdestotrotz muss die Rosenheimerin jetzt wegen des Vergehens nach dem Waffengesetz vor Gericht. Die Verhandlung findet am 27. Juni, um 11 Uhr, am Rosenheimer Amtsgericht statt. "Das ist eine reine Farce", ärgert sich der Ehemann. 

Immer wieder Ärger mit Fidget-Spinnern aus China

Tonnenweise unsichere Fidget-Spinner musste der Zoll am Frankfurter Flughafen bereits aus dem Verkehr ziehen. Sie stammen aus China. Wie Mitarbeiter des Hauptzollamts bereits vergangenes Jahr berichteten, ließen sich zum Beispiel bei manchen Kreiseln die LED-Lichter so leicht herauslösen, dass kleine Kinder sie hätten verschlucken können. Die Kreisel kamen laut Zoll in mehreren Importsendungen aus China an. Hinweise auf den Hersteller gab es weder am Produkt noch auf der Verpackung.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Boris Roessle

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