"Mit Abi steht die ganze Welt offen"

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Oberstudiendirektorin Kathrin Hörmann-Lösch und Dr. Thomas Goppel mit den drei besten Abiturienten Jessica Hartmann, Anne Pfeiffer und Martin Grundei.

Raubling - Der Abiturjahrgang 2009 des Gymnasiums Raubling wurde feierlich verabschiedet. „Egal wie die Note heute ist, es liegt an Ihnen, was Sie aus Ihrem Leben machen“, sagte Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel als Ehrengast.

Zusammen mit Schulleiterin Kathrin Hörmann-Lösch gratulierte Goppel den 103 Schülerinnen und Schülern zum Bestehen der Hochschulreife und überreichte die Abiturzeugnisse. Martin Grundei, der als bester Schüler einen Schnitt von 1,1 erzielte, wurde von Hörmann-Lösch und Dr. Goppel für das beste Abitur im Leistungskurs Latein mit der Ehrennadel der Altphilologen ausgezeichnet.

In ihrem sehr persönlichen, von Erinnerungen an die unterschiedlichen Charaktere der Schüler geprägtem Rückblick zum Ende der offiziellen Schulzeit dankte Oberstudiendirektorin Hörmann-Lösch Eltern und Lehrern. Gute Erziehung, Vertrauen in die Schule und Hilfe bei der Entwicklung der Persönlichkeit, die über die reine Wissensvermittlung weit hinausging, stellten das Fundament eines Bildungsabschlusses dar, mit dem den jungen Menschen "die ganze Welt offen steht".

Bei der Studien- und Berufswahl sollten Freude und Begeisterung an der jeweiligen Materie nicht zu kurz kommen, betonte Dr. Thomas Goppel. Jeder trage Talente und Fähigkeiten in sich, mit denen er in der ersten Reihe stehen könne. Gleichwohl entscheidend müssten aber auch die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts sein sowie das Streben nach einer Position, in der sich Nutzbringendes verwirklichen lasse. "Selbst nach vorne kommen und andere dabei mitnehmen" sollte ein Motto der Abiturienten sein: "Sich gegenseitig helfen ist das Ziel."

"Viele Türen und dazu passende Schlüssel" erhoffte sich Raublings Bürgermeister Olaf Kalsperger für die Absolventen. Neben der Freude über kommende Herausforderungen sollte an diesem Tag auch ein Dankeschön an Eltern und Lehrer ausgesprochen werden.

Grandiose Abschiedsrede

Ein glückliches, erfolgreiches und langes Leben, auf dessen Bühne man nicht Statist oder Marionette bleibe, wünschte Elternbeiratsvorsitzende Monika Binder den Abiturienten. Aufbauend auf Wissen, Begabung und Talenten sollten die Abiturienten einen Beruf finden, der zugleich auch Berufung sei.

Dass Goethe auch am "Tag der Abrechnung" hilfreich ist, bewiesen die Abiturienten Christine Kronast, Julia Riederer und Sebastian Zollner mit ihrer grandiosen Abschiedsrede. Nach der Erkenntnis, dass die Kombination von Wissen und menschlichem Zusammensein "die Welt im Innersten zusammenhält" könnten die Absolventen "ganz gelassen in unsere eigene Zukunft entlassen" werden.

Die drei besten Abiturienten des diesjährigen Jahrgangs wurden durch Pia Kathrein, die Vorsitzende des Fördervereins, mit Büchergutscheinen geehrt. Neben Martin Grundei (1,1) glänzten auch Jessica Hartmann und Anne Pfeiffer mit jeweils 1,4 im Abiturzeugnis. Für die eigenverantwortliche Betreuung des Unterstufentheaters, mit dem sie ein selbst geschriebenes Stück inszenierten, wurden Christine Kronast, Anne Pfeiffer und Marie Schmidtke ebenfalls mit einem Gutschein geehrt.

Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling übergab als Anerkennung der herausragenden Leistungen hochwertige Goldmünzen an die drei besten Abiturienten.

Einen süßen Abschied mit einer überdimensionalen Torte und einem Stern, der alle Namen der diesjährigen Absolventen trägt, bereitete die K12 den Abiturienten.

Zur musikalischen Umrahmung der Feier spielten das Bläserquintett sowie der Abiturient Christoph Wenig auf der Klarinette. Einfühlsam von Birgit Köppl am Klavier begleitet sang der ehemalige Schüler Andreas Smettan.

mc/Oberbayerisches Volksblatt

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