Ampelanlage vorzeitig optimieren?

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Während Fußgänger die Ampelanlage an der Sonnenstraße (vorne rechts) per Druckknopf betätigen können, ist dies an der Willinger Straße noch nicht möglich.

Bad Aibling - Um einen besseren Verkehrsfluss im Bereich Willinger/Sonnenstraße zu ermöglichen, soll die dortige Ampelanlage optimiert werden. Nur wann ist noch offen:

Die Entscheidung, ob dies jetzt gleich geschehen soll oder erst, wenn die Anlage ihr "Lebensalter" erreicht hat, hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung bis zur Klärung noch offener Fragen vertagt.

An der Ampel an der Sonnenstraße gibt es bereits eine so genannte Anforderungstaste für Fußgänger. Nun soll auch die Anlage an der Willinger Straße mit solch einer Taste ausgestattet werden.

Nicht ganz einig wurde man sich darüber, ob die Ampelanlage wie bisher ab 19 oder erst ab 21 (bis 6 Uhr) abgeschaltet werden soll. In dieser Zeit würde die Ampel für Fahrzeuge aus der Sonnenstraße gelb blinken, wobei alle Anforderungstasten in Betrieb wären. Dies hatte vor geraumer Zeit bereits die Referentin für Schulen und Kindergärten, Dr. Birgitt Matthias (SPD), beantragt.

Die Kosten für eine entsprechende Programmänderung einschließlich Material und Testphase liegen laut einem Angebot, das Thomas Gems vom städtischen Bauamt vorstellte, allerdings bei rund 5800 Euro. Aus diesem Grund schlug die Verwaltung dem Gremium vor, die vorhandene Anlage aus wirtschaftlichen Gründen nicht umzurüsten, sondern zu warten, bis diese ihr "Lebensalter" erreicht hat: "Dann wäre diese Maßnahme günstiger."

Eine andere Vorgehensweise wünschte sich Richard Lechner (SPD). Er betonte zwar, durchaus fürs Sparen zu sein. Mit Blick auf die jüngst beschlossene Fahrradstation für rund 5000 Euro am Mühlbach (wir berichteten) erinnerte er Gems: "Bei diesem komischen Radl-Aspekt haben sie die Kosten nicht so gesehen." Im Fall der Ampeln gehe es jedoch um Sicherheit und dieses Thema sei wichtiger. Lechner schlug vor, zu überlegen, ob man die Anlage nicht insgesamt umrüsten sollte.

Markus Stigloher (CSU) empfand das Thema grundsätzlich als "hochgeschaukelt". Ihm wollte nicht einleuchten, weshalb die Anlage erst ab 21 Uhr und nicht wie bisher ab 19 Uhr ausgeschaltet werden sollte. Gems begründete dies mit Verkehrskommen und Sicherheitsaspekten. Ob eine Umprogrammierung auf 21 Uhr mit der bestehenden Technik überhaupt möglich ist (Anfrage Stefan Roßteuscher, ÜWG), muss erst noch geprüft werden.

Keine Einschränkung für die Fußgänger sah Max Leuprecht (GOL) für den Fall, dass keine Umrüstung erfolgt. Die Vorgehensweise, sich die vorgezogene Umrüstung zu sparen und später gleich eine Anlage mit LED zu errichten, bezeichnete er als "unschlagbar". Letztlich stellte das Gremium den Antrag jedoch zurück, um noch offene Fragen zu klären und vor allem auch mit Dr. Birgitt Matthias (SPD) noch eingehender über deren Antrag zu sprechen.

el/Mangfallbote

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