"Wir ersticken in Bürokratie"

+
MdB Daniela Ludwig mit Apotheker Anton Friedrich.

Bad Aibling - Daniela Ludwig setzt sich für die Apotheker ein. Ihre Arbeit werde immer komplizierter, vollgestopft von Bürokratie - Zeit für Kunden bleibe da keine.

Die Apotheker machen sich Sorgen um ihren Berufsstand. „Wir ersticken in Bürokratie, Gesetzen und Verträgen, die unser Leben schwer machen“, sagte Apotheker Anton Friedrich von der Sebastian-Apotheke in Bad Aibling bei einem Treffen mit der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. „Durch die komplizierten Vorschriften haben wir zu wenig Zeit für unsere eigentliche Arbeit – den Service und die Beratung unserer Kunden.“ Vor allem die Rabattverträge sind dem Apotheker ein Dorn im Auge. „Oft hätten wir ein geeignetes Medikament vorrätig, dürfen es den Kunden aber nicht geben, weil es nicht im Rabattvertrag enthalten ist. So müssen unsere Kunden noch einmal kommen. Das versteht kein Mensch.“ Friedrich möchte diese Verträge deshalb am liebsten abgeschafft haben.

Wöchentliche neue Verordnungen, wie etwa zu den Packungsgrößen einzelner Medikamente, sorgten außerdem für zusätzliche bürokratische Belastungen. „Wir reiben uns da unnötig mit Formalitäten auf, anstatt unsere Kunden effektiv zu beraten.“

Daniela Ludwig hatte für die Sorgen des Apothekers Verständnis und nahm einige Anregungen mit nach Berlin. „Die Rabattverträge können wir allerdings nicht abschaffen. Nach wie vor zählen die Arzneimittel zu den größten Ausgabenposten im Gesundheitswesen, zu den Verträgen fehlt uns hier die geeignete Alternative.“ Dabei, so die heimische Wahlkreisabgeordnete, sei es von der Politik nicht gewollt, in Märkte einzugreifen. „Wegen der hohen Ausgaben mussten wir aber einschreiten.“

Ludwig bekräftigte, dass die CSU den Berufsstand der Apotheker sichern und erhalten will. „Unsere Bevölkerung wird immer älter. Eine wohnortnahe Versorgung mit Apotheken ist deshalb auch in Zukunft unerlässlich.“

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig, MdB

Kommentare