Einige Fragen sind noch zu klären

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Eingestrichelt der anvisierte neue Bebauungsplan.

Bad Aibling - In die nächste Runde geht ein Bauvorhaben östlich der Hofmühlstraße: Dort sollen mehrere Stadtvillen entstehen.

Das nun vorgelegte Konzept mit zu Wohnhöfen gruppierten Stadtvillen stieß im Bauausschuss im Großen und Ganzen auf Zustimmung. Mit 9:1 Stimmen empfahl er dem Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes. Fragliche Punkte sind aber zum einen noch der Baumbestand und zum anderen eine Zweiteilung in Sachen Bebauungsplan.

Nachdem Bauamtsleiter Andreas Krämer das Vorgehen erläutert hatte, blieben einige Mitglieder des Ausschusses skeptisch. So wies Richard Lechner (SPD) auf den bereits bestehenden Bebauungsplan hin und meinte: "Wenn dort hinein ein neuer Bebauungsplan kommt, muss doch der bestehende zum Teil aufgehoben werden." Hubert Krabichler vom Bauamt verwies jedoch auf Urteile, die besagten, dass in diesem Fall der neue Bebauungsplan für das neue Gebiet automatisch gelte, während außen herum der alte Bebauungsplan Gültigkeit behalte. Lechners Zweifel jedoch blieben und er forderte, diesen Sachverhalt noch mit dem Landratsamt Rosenheim abzuklären.

Dieter Bräunlich (ÜWG) lag nach wie vor der Baumbestand am Herzen. Vehement wiederholte er eine Forderung aus vorangegangenen Sitzungen nach Vorlage eines Baumkatasters: "Ich will endlich wissen, ob dort 30, 40 oder 50 Bäume fallen." Schließlich habe man auch die Entscheidung über ein anderes Vorhaben im Bereich Schloss Prantseck zurückgestellt, bis Fragen bezüglich der dortigen Bäume geklärt sind. Krämer meinte, das Baumkataster sei bereits 2008 vorgestellt worden. Dieses sowie die Stellungnahme eines Biologen sollen in der Sitzung des Stadtrates gezeigt werden.

Nach der nun vorliegenden Planung sollen sechs unterschiedlich hohe Stadtvillen errichtet werden - im nördlichen und westlichen Bereich mit zwei Geschossen plus Dachgeschoss sowie im östlichen Bereich mit drei Geschossen plus Dachgeschoss. Den Architekten zufolge orientiert man sich bei der Bebauung an den topografischen Gegebenheiten hinsichtlich der Hangkante sowie an der Umgebungsbebauung. Durch die unterschiedliche Geschossigkeit würde einem allmählichen Übergang von der nördlich vorhandenen Bebauung zur geplanten höheren Bebauung des südlich angrenzenden Grundstücks entsprochen.

Durch die geplante Anordnung der Gebäude könnte, wie die Planer erklärten, der an der Südwestecke befindliche Baumbestand zu großen Teilen erhalten bleiben. Ergänzend würde die Wohnanlage im Innenraum durch wegbegleitende Bäume durchgrünt.

Oberirdische Stellplätze würden nur unmittelbar beim Straßenraum untergebracht, während der Großteil der Stellplätze in einer Tiefgarage geplant ist.

Letztlich empfahl der Ausschuss dem Stadtrat, für den betreffenden Bereich einen Bebauungsplan der Innenentwicklung aufzustellen. Zudem solle er den Entwurf des Bebauungsplanes "Östlich der Hofmühlstraße" neu billigen und öffentlich auslegen.

Keine Einwände hatte das Gremium gegen den Bau eines Hochregallagers auf dem Werkgelände der Bergader Privatkäserei an der Maxlrainer Straße 18. Der Bauausschuss befürwortete das Vorhaben bei einer Gegenstimme. Der rund 45 Meter lange, zwölf Meter breite und 13 Meter hohe Baukörper soll ausschließlich der Lagerung von Waren dienen.

An der "massiven Höhenentwicklung" störte sich Dieter Bräunlich. Dem hielt Bürgermeister Felix Schwaller entgegen, dass die Höhe bereits reduziert worden sei. Sollte ein noch niedrigeres Maß vorgegeben werden, würde der Antragsteller nicht bauen.

Max Leuprecht (GOL) bat die Verwaltung darum, mit dem Bauwerber wegen einer Begrünung der Nordseite zu reden, um die enorme Wandhöhe zu entschärfen. Dies sollte seiner Meinung nach zur Auflage gemacht werden, handle es sich doch um eine sensible Stelle am Stadtrand mit Übergang zur Landschaft.

Eva Langwieder (Mangfall-Bote)

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