Entlastung junger Familien durch Windelsäcke

Bad Aibling/Kolbermoor - Die Junge Union macht sich für die Einführung kostenloser Windelsäcke stark. Damit sollen junge Familien stärker entlastet werden.

Mit dem Appell an den Stadtrat, kostenlose Windelsäcke nach dem Vorbild vieler anderer Landkreisgemeinden auch in Bad Aibling einzuführen, will die Junge Union junge Familien in der Kurstadt finanziell entlastet sehen und ein familienfreundliches Signal setzen.

Dazu erklärt der Ortsvorsitzende der JU Bad Aibling, Stephan Schlier: „Gerade junge Familien mit Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter haben massiv mit der Entsorgung der vielen gebrauchten Windeln zu kämpfen. Die übliche Kapazität einer Haushaltsmülltonne ist selbst beim Anfall von Windeln nur eines Kindes meist sehr schnell erschöpft, sodass die Anschaffung einer größeren Tonne erforderlich wird, was wiederum für die Erziehungsberechtigten mit oftmals schmalen Einkommen eine besondere finanzielle Belastung darstellt.

Durch den 14-tägigen Leerungsrhythmus der Tonnen können darüber hinaus auch leicht hygienische Probleme auftreten, insbesondere bei größeren Gemeinschaftsmülltonnen, etwa in Wohnblöcken. Mit der Einführung kostenloser Windelsäcke nach dem Vorbild vieler anderer Landkreisgemeinden kann hier einfach Abhilfe geschaffen werden und ein Beitrag zur Entlastung der jungen Aiblinger Familien geleistet werden. Dies streben wir als JU an.“

Darauf, dass sich diese Art der Förderung junger Familien in Form der Unterstützung bei der Entsorgung gebrauchter Babywindeln durch Kommunen durchaus bereits bewährt habe und dankbar angenommen werde, verweist Schliers Stellvertreter, Andreas Winhart. Dies zeigten Blicke nach Stephanskirchen, Kiefersfelden, Bad Feilnbach oder auch in die Nachbarstadt Kolbermoor, wo erst jüngst, nämlich Anfang 2012 der kostenlose Windelsack mit Erfolg eingeführt wurde.

Sowohl zur Umsetzung als auch zur finanziellen Tragbarkeit äußert sich die Junge Union mit ihrem Konzept: So wird vorgeschlagen, dass Aiblinger Familien mit Kindern unabhängig von deren Alter bei Bedarf im Rathaus einmalig zwei transparente Windelsäcke erhalten, ebenso neuzugezogene Familien und Familien mit Geburten.

Die Windelsäcke sollen den Aufdruck „Windelsack, Stadt Bad Aibling“ bekommen und können dann kostenlos am Wertstoffhof abgegeben werden. Für jeden mit Windeln gefüllten Sack soll dort ein neuer Windelsack ausgegeben werden und zwar solange wie die Familie mit Windeln gefüllte Säcke zurückbringt. Die Junge Union betont, dass die Kosten für die Stadt sehr überschaubar sind.

Gemäß ihrer eingeholten Erkundigungen können die Windelsäcke für 17 Cent pro Stück bedruckt bezogen werden. Die Entsorgung der am Wertstoffhof abgegeben Windelsäcke könne über die bereits vorhanden Container, in denen der Straßenmüll gesammelt wird, bewerkstelligt werden. Nur wenn wegen der Windelsäcke eine zusätzliche Entsorgungsfahrt notwendig würde, schlüge diese mit ca. 150 Euro pro Fahrt zu Buche.

Die Junge Union begrüßt ausdrücklich, dass ihre Idee des Windelsacks nach Vorstellung in den Reihen der CSU, bereits von Bürgermeister Felix Schwaller aufgegriffen wurde, der diese Forderung bereits an den Hauptverwaltungsausschuss weiterleitete. Die JU hofft nun auf eine Befürwortung durch die Stadtverwaltung und eine breite Zustimmung durch den Stadtrat im Sinne der Bad Aiblinger Familien.

Pressemitteilung Junge Union Bad Aibling / Kolbermoor

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