Grünes Licht für Hagelschutz

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Ein Teil der Freifläche für Neu- und Gebrauchtwagenfahrzeuge an der Rosenheimer Straße soll überdacht werden. Der Bauausschuss genehmigte die entsprechenden Pläne.

Bad Aibling - Den Weg frei für eine Überdachung bei einem Autohaus an der Rosenheimer-/Ecke Ganghoferstraße machte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Benötigt wird diese als Schutz vor Hagel und Hochwasser.

Überdacht werden soll ein Teil der Freifläche für Neu- und Gebrauchtwagenfahrzeuge südöstlich des bestehenden Autohauses. Wie Bauamtsleiter Andreas Krämer erläuterte, ist parallel zu den Grundstücksgrenzen sowohl zur Mangfall als auch zur Rosenheimer Straße hin ein zirka 33 Meter langes und 15 Meter breites erdgeschossiges Gebäude geplant.

Die Ost- und die Nordfassade sollen überwiegend verglast werden, um eine weitestgehende Transparenz des eingeschossigen Baukörpers zu erwirken. Dem stimmte das Gremium geschlossen zu.

Zudem befasste sich der Ausschuss mit den baulichen Entwicklungsmöglichkeiten in Ellmosen südöstlich des Gewerbegebiets Hollinger.

Wie berichtet, hatte das Gremium dort im April eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung und Garage abgelehnt. Grund: Das Grundstück liegt im momentanen Außenbereich, zudem ist die Erschließung derzeit nicht gesichert und man hatte immissionsschutzrechtliche Bedenken. Der Bestand des Betriebes Hollinger müsse in jedem Fall gesichert sein, forderte Markus Stigloher (CSU).

Eine Rücksprache mit dem Landratsamt hatte laut Krämer ergeben, dass eine rechtlich gesicherte Bebauung möglicherweise nur über den Erlass einer so genannten Innenbereichssatzung machbar sei. Die Verwaltung empfahl dem Bauausschuss zwar, davon Abstand zu nehmen und die Gesamtentwicklung des Ortsteils Ellmosen mit der bevorstehenden Kanalisation zu verbinden.

Das Gremium beschloss nach längerer Diskussion jedoch gegen eine Stimme, die Satzung für einen kleinen Teilbereich des Ortsteils zu erstellen - zumal noch nicht gesagt werden kann, bis wann die Kanalisierung tatsächlich in Angriff genommen wird. "Möglicherweise hängen dann die Bauwerber über Jahre in der Luft", befürchtete Armin Niedermeyr (SPD).

Dies wollten auch Thomas Höllmüller (CSU) und Dieter Bräunlich (ÜWG) verhindern: "Bei größeren Projekten geht es manchmal ganz schnell. Im Sinne der Gleichbehandlung sollte man auch dem ,kleinen Mann' eine Chance geben." Stefan Roßteuscher (ÜWG), eigenen Worten zufolge immer sehr kritisch bei Bauvorhaben im Außenbereich, konnte sich für diesen "relativ definierten" Bereich ebenfalls eine Satzung vorstellen, vor allem falls der Kanal in absehbarer Zeit nicht errichtet wird.

Wann und ob dieser kommt, liege im Ermessen des Stadtrates und ob dieser Mittel dafür im Haushalt vorsehen werde, erklärte Bürgermeister Felix Schwaller. Allerdings gebe es derzeit keinen Druck, die Maßnahme durchzuführen. "Die Ellmosener würden es auch lieber rausschieben, weil es doch mit einigen Kosten verbunden ist", so der Bürgermeister.

Die Regelung per Satzung bedeutet nun, dass für dort errichtete Gebäude zunächst eine so genannte Dreikammergrube vorgesehen werden muss, bis die Erschließung erfolgt ist. Erforderlich ist laut Krämer überdies ein förmliches Immissionsgutachten, für das unter anderem die Fahrbewegungen bei dem Omnibusbetrieb gezählt würden.

Der Bauausschuss beschloss zudem, dass für den Geltungsbereich der Satzung die Grundsätze des so genannten Weilheimer Modells (eine Form des Einheimischenmodells) zwingend anzuwenden sind. Dr. Birgitt Matthias (SPD) forderte überdies, in die Satzung aufzunehmen, dass kein Rechtsanspruch auf Anschluss an den Kanal entsteht.

Eva Langwieder (Mangfall-Bote)

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