Jugend trifft sich jetzt im „Mosaik“

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Wie unterschiedlich begabt die Jugendlichen sind, die das neue Jugendzentrum im Westend nutzen, machte unter anderem der Auftritt der Hip-Hop-Gruppe "Tanquery Grey" deutlich.

Bad Aibling - Genau an dem Tag, an dem die „Vor-Ab-Riss“-Aktivitäten im alten Aiblinger Rathaus zu Ende gingen, wurde einem neuen städtischen Baukörper Leben eingehaucht.

Die Kurstadt hat nach jahrelangen Standort- und Finanzdiskussionen ein neues Jugendzentrum. In der Westendstraße wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste das neu errichtete "Herzstück der Aiblinger Jugend" eröffnet.


Eröffnung des Jugendzentrums "Mosaik"

 © Veit Hollrieder
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Bürgermeister Felix Schwaller schilderte den Werdegang des neuen Zentrums, der 1999 mit von der Stadt angemieteten Räumlichkeiten im Hoferkeller begann, mit dem "Kick" am Kellerberg ab 2003 eine temporäre Fortsetzung fand und nun mit dem neuen Gebäude an einem idealen Standort nahe von Schulzentrum und Bahnhof zum Abschluss gebracht wurde. "In Bad Aibling wird professionelle Jugendarbeit geleistet", würdigte der Rathauschef das Engagement der örtlichen Vereine.


Das neue Zentrum, zu dessen Gesamtkosten von rund einer Million Euro der Bayerische Jugendring einen Zuschuss von 230.000 Euro geleistet habe, verfügt über 377 Quadratmeter Nutzfläche und sei als Niedrigenergiehaus konzipiert. "Die 1500 Quadratmeter Außenanlagen werden von den Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt gestaltet", erklärte der Bürgermeister, der auf ein dauerhaft gutes Einvernehmen mit der Nachbarschaft hoffte.

Landrat Josef Neiderhell lobte das vorbildliches Vorgehen bei der Umsetzung der Vorgaben der Stadt Bad Aibling. "Die geplante offene Ganztagesschule und das neue Jugendzentrum passen hervorragend zusammen", betonte er. "Heute ist ein großer Tag und ein beschwerlicher Weg hat sich gelohnt", bekannte Irene Durukan im Namen des Fokus-Familiennetzwerks (Träger des Jugendzentrums).

Landrat Josef Neiderhell (li.) beglückwünschte Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller zum neuen Jugendzentrum.

Nach einem flotten Auftritt der Hip-Hop-Gruppe "Tanquery Grey" wies Architekt Jörg Blaesig darauf hin, dass man die Darbietung der Jugendlichen früher "famos" genannt hätte, sie heute aber als "krass" oder "fett" bezeichnen würde. In ähnlicher Weise habe sich auch die Architektur geändert, die heute einen nicht mehr so hohen Stellenwert wie vor 100 Jahren besäße. Beim Entwurf des Gebäudes habe man die "Transparenz nach innen und außen" in den Mittelpunkt gestellt und die Räume mit "lauterer" Nutzung nach Norden gelegt.

Dekan Hans Speckbacher nahm mit seinen katholischen und evangelischen Kollegen Guido Seidenberger und Hanns-Martin Krahnert die Segnung vor. Speckbacher bekräftigte die Notwendigkeit einer Jugendeinrichtung.

Im Namen der Jugendlichen würdigte Tiberius Binder die Arbeit der Stadt, die ihrer Verpflichtung der Jugendförderung ernst nähme. Für die Nachbargemeinde Bruckmühl gratulierte Bürgermeister Franz Heinritzi mit einem heiteren Gedicht. Er bekannte: "Die Aiblinger sind uns beim Jugendzentrum voraus, wir planen Ähnliches und ich möchte mir einiges abschauen".

Als Dank der Jugend übergab Shalin Struckmeier an Schwaller eine Bild-Collage. Im Anschluss wurde der von den Jugendlichen zusammen mit den Leitern erarbeitete Name des neuen Zentrums bekannt gegeben: Er lautet "Mosaik" und soll anhand der darin enthaltenen, verschiedenen Steinchen die Unterschiedlichkeit der Jugendlichen und deren Interessen dokumentieren. Danach besichtigten die Besucher im Rahmen des Tags der offenen Tür die Räume.

bjn/Mangfall-Bote

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