Erkundungstour auf der Baustelle

Blick von oben auf das komplette Treppenhaus.
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Blick von oben auf das komplette Treppenhaus.

Bad Aibling - Viele nutzten die Gelegenheit, sich beim "Tag der offenen Baustelle" zu informieren, wie das neue Rathaus am Marienplatz nach seiner Fertigstellung aussehen wird.

Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit, sich beim "Tag der offenen Baustelle" einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das neue Rathaus am Marienplatz nach seiner Fertigstellung aussehen wird.

In kurzen Worten informierten Bürgermeister Felix Schwaller und Architekt Stefan Behnisch über den "Werdegang" des Gebäudes und hoben dabei das "Miteinander" in allen Bereichen hervor. Danach "gehörte" die Baustelleall jenen, die sich über den Fortgang der Arbeiten informieren und vor allem einen Blick ins Innere werfen wollten - darunter auch viele Stadträte und Rathausangestellte.

So wie die Westfront wird später die gesamte Fassade aussehen.

"Bereits 1999 gab es erstmals eine Diskussion über das in den 60er- Jahren errichtete Rathausgebäude, die aber schließlich vom Stadtrat nicht weiter verfolgt wurde", erinnerte Schwaller. Etwas ernster wurde es dann im Jahr 2005: Von der Sparkasse wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sehr ernüchterte. Der Wert des Gebäudes wurde auf 300000 Euro beziffert, "das Rathaus war nichts mehr Wert", so der Bürgermeister.

Das Interesse der Bürger an der Besichtigung und an den Führungen war groß.

Ein 2007 ausgelobter Architektenwettbewerb brachte zwar einen "Sieger" hervor, doch dieser habe nach geraumer Zeit von selbst auf eine weitere Zusammenarbeit verzichtet. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass es mir damals am liebsten war, die Behnisch-Gruppe würde übernehmen", so Schwaller weiter, der dann die Gestaltung der Fassade als "das größte Thema" bezeichnete, welches schließlich "zur gegenseitigen Zufriedenheit gelöst" werden konnte.

Das Stadtoberhaupt dankte allen, die am Bau beteiligt sind, besonders den Architekten, Planern und Projektsteueren sowie Baumamtsleiter Andreas Krämer als Verantwortlichem im Rathaus sowie den Anliegern, die sich mit den für eine solche Großbaustelle üblichen Schwierigkeiten plagen müssen.

Bürgermeister Felix Schwaller und Architekt Stefan Behnisch standen den interessierten Bürgern Rede und Antwort.

"Es ist etwas Besonderes", meinte dann Architekt Stefan Behnisch: "Ein Gebäude, das eine öffentliche Funktion erfüllt und mit dem Bürgerbüro, der Verwaltung und dem Trauzimmer nicht nur durch seine Funktionalität, sondern auch durch sein Aussehen zum Reingehen einladen soll. Es ist keine Burg sondern ein Schmuckkasten." Dieser Schmuckkasten solle die Bürger zum Erkunden animieren, so Behnisch weiter, der besonders die Helligkeit im Gebäude sowie die beiden Terrassen zum Mühlbach und zum Marienplatz hin erwähnte.

Etwa ein halbes Jahr müsse man noch warten, um dies alles erkennen zu können. "Man kann aber jetzt schon erkennen, dass dieser Platz sich nun öffnet, sich in die angrenzenden Straßen ausdehnt und so gemeinsam mit dem Rathaus zu einer echten Mitte der Stadt wird", so der Architekt zum Ende seiner Ausführungen.

Gefragt, ob es ihn denn ob des neuen Gebäudes "wurme", auch künftig am Klafferer sitzen zu "müssen", antwortet Bürgermeister Felix Schwaller mit gemischten Gefühlen, begründete das Verweilen des Stadtoberhaupts im ehemaligen Bezirksamt aber auch mit den dort angesiedelten Sachgebieten, die direkt mit dem Rathauschef verbunden sind.

Der größte Raum im neuen Rathaus: Hier hält später die Bücherei Einzug.

"Ich werde aber wohl genauso viel Zeit hier unten verbringen, schließlich sind hier das Trauzimmer, das Bürgerbüro, der Sitzungssaal und auch der Raum wo ich meine Bürgersprechstunde abhalte", so der Bürgermeister, der sich anschließend wie alle Besucher mit einem in der großen Hitze willkommenen kühlen Getränk erfrischte und dann den Besuchern ebenso wie die Architekten Rede und Antwort stand.

uhe/Mangfall-Bote

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