Für sparsamen Umgang mit Tausalz

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Gegen Glätte und Eis kommt das Streusalz zum Einsatz.

Bad Aibling - Die Fraktion der GOL hat einen grundsätzlichen Verzicht auf Streusalz beantragt. Jetzt wurde dieses Thema im Stadtrat diskutiert.

Für einen sparsamen Umgang mit Tausalz sprach sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich aus. Die Fraktion der GOL hatte einen grundsätzlichen Verzicht auf Streusalz beantragt, mit Ausnahme von neuralgischen Gefällestrecken im Stadtgebiet oder bei Blitzeis.

Wie GOL-Rätin Anita Fuchs erklärte, wirke sich Tausalz auf Straßenbegleitgrün und Böden, das Grundwasser, Bauwerke - vor allem aus Stahlbeton - und Fahrzeuge (hinsichtlich Korrosion) aus. Kern des GOL-Antrags sei eine sparsame Verwendung von Tausalz.

Um die Umwelt zu schonen und langfristig Folgekosten durch Salzschäden zu begrenzen, sollte ihr zufolge auch in Bad Aibling nach den Regeln des differenzierten Winterdienstes eine bestimmte Rangfolge gelten: mechanische Räumung, Streuen mit abstumpfenden Streumitteln, Verwendung von Tausalz. "Letzteres aber nur in wirklich verkehrswichtigen Bereichen, an Gefahrenstellen und wenn aufgrund der Witterungslage mit Blitzeis gerechnet werden muss", so das Anliegen der GOL.

Zu den verkehrswichtigen Bereichen gehören ihrer Meinung nach definitiv nicht Nebenstraßen wie etwa die Vogelweidstraße, die Mühlmoos- oder die Schwimmbadstraße. Vom Streusalzverbot ausgenommen werden sollten laut GOL-Antrag die Gefällestrecke am Totenberg, die Kellerstraße und der südwestliche Einmündungsast der Krankenhaus- in die Kolbermoorer Straße.

Fuchs zeigte sich davon überzeugt, dass der städtische Bauhof für die von der GOL vorgeschlagene Vorgehensweise kompetentes Personal habe und gut dafür gerüstet sei.

Die Verwaltung ihrerseits versicherte, dass der Bauhof nach den Grundsätzen des differenzierten Winterdienstes arbeite. Sie betonte zugleich, dass auf die Verwendung von Tausalz nicht grundsätzlich verzichtet werden kann. Ziel sei es jedoch, dies auf das notwendige Mindestmaß zu beschränken.

Dass dies bereits so gehandhabt wird, ist auch der Eindruck von Rosemarie Matheis und Rudi Gebhart (ÜWG): "Es wird doch eh sehr sparsam gesalzen." Gebhart fügte hinzu, dass man auch als Hausbesitzer im Zuge der Räum- und Streupflicht in manchen Fällen nicht umhinkomme, Salz zu verwenden.

Als einerseits sehr gut bezeichnete Josef Taufler (SPD) den Antrag. Jedoch gebe es viele Bürger, die sehr früh per Rad oder Auto zur Arbeit fahren. "Und in der Früh um 6 Uhr ist es in einigen Bereichen extrem glatt. Da muss die Stadt als Dienstleister dafür sorgen, dass man sicher von A nach B kommt, ohne hinzufallen." Für ihn hat der Schutz der Bürger Priorität.

Sein Fraktionskollege Sepp Glaser betonte, dass die Mitarbeiter des Bauhofs den Einsatz von Salz durchaus selbstständig und sehr schonend handhaben würden: "Dazu braucht es keinen Extra-Antrag." Bürgermeister Felix Schwaller verwies darauf, dass ihm immer wieder bestätigt werde, dass Bad Aibling im Winter einer der am besten geräumten Orte sei. Mit 17:5 Stimmen beschloss der Stadtrat, den kommunalen Winterdienst unter Einsatz von Salz auf allen Straßen, auf denen aus Gründen der Verkehrssicherheit ein höherer "Kraftschluss zwischen Fahrzeug und Fahrbahn" erreicht werden muss, sicherzustellen. Dabei soll die Verwendung von Tausalz auf das notwendige Mindestmaß beschränkt werden.

Eva Langwieder (Mangfall-Bote)

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