Autohaus soll erweitert werden

Bad Aibling - Das Autohaus in Willing soll erweitert werden. Der Stadtrat ist jetzt darüber informiert worden, welche Pläne für das Areal bestehen.

Das Autohaus in Willing soll erweitert werden. Um zugleich in diesem Bereich auch eine Bebauungslücke zu schließen und Fragen des Immissionsschutzrechts zu klären, beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes "Südlich der Altwasserstraße".

Die Stadt hatte, wie berichtet, im ersten Anlauf 2005/2006 die Bebauungsplanaufstellung nicht weiter betrieben (das Verfahren wurde jetzt auf Stadtratsbeschluss hin auch eingestellt). Grund: Im Hochwassergebiet war eine Bauleitplanung unzulässig. Nachdem jetzt jedoch die Hochwasserfreilegungsmaßnahmen für die Mangfall in diesem Bereich abgeschlossen sind, legte ein Anlieger einen erneuten Entwurf für einen Bebauungsplan vor.

Dort sollen ein Autohaus, eine Waschanlage und ein Autozubehörgeschäft entstehen. Ein früher ebenfalls dort geplanter Lebensmittelmarkt ist nun nicht mehr vorgesehen. Wie die Bauverwaltung erläuterte, würde der Betreiber dafür eine doppelt so große Grundfläche benötigen wie vor sechs Jahren angedacht. Dies wiederum hätte zur Folge, dass das Autohaus, das der dort ansässige Unternehmer zum Fortbestand seines Betriebes benötigt, nicht mehr verwirklicht werden könnte. Ausgewiesen werden soll auf diesem Grundstück nun ein Gewerbegebiet.

Das benachbarte Grundstück einer Erbengemeinschaft kann aus Gründen des Immissionsschutzrechts - und weil der gesamte Umgriff durch gewerbliche Nutzung geprägt ist - nur als eingeschränktes Gewerbe- und Mischgebiet ausgewiesen werden. Überplant werden muss diese "Insellage" nach Auffassung der Verwaltung jedoch, da ansonsten bodenrechtliche Spannungen zu befürchten seien.

Die Mischgebietsausweisung für eine Reihe neben dem eingeschränkten Gewerbegebiet ist erforderlich, da auf dem Grundstück ein Wohnhaus Bestand hat.

"Eine Ausweisung eines Wohngebietes neben einem Gewerbegebiet wäre bauplanungsrechtlich nicht zulässig", so die Verwaltung. Das gilt auch für eine von der Erbengemeinschaft für das südliche Grundstück eingereichte Bauvoranfrage für vier Doppelhaushälften.

Dieses Vorhaben entspricht, wie das Bauamt erläuterte, nicht den städtebaulichen Zielen in diesem Bereich. Um diese Ziele zu erreichen und zu sichern, erließ der Stadtrat einstimmig eine Veränderungssperre. Als Ziele nannte er die Schaffung der Erweiterungsmöglichkeit des besagten, seit langem in Willing bestehenden Gewerbebetriebs, die Schließung der derzeit nicht überplanten Bebauungslücke zwischen Altwasser- und Aiblinger Straße sowie die Klärung immissionsschutzrechtlicher Gemengelagen.

Das Gebiet der Sperre wird durch die Altwasserstraße im Westen und Norden, das Gewerbegebiet "Altwasserau" und zwei Bestandswohngebäude im Osten sowie durch die Aiblinger Straße im Süden begrenzt.

Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium, ein Verfahren zum Erlass einer Einbeziehungssatzung für ein Grundstück nördlich der Hubertusstraße einzuleiten. Wie die Verwaltung erläuterte, möchte dort ein Ehepaar ein Einfamlilienhaus errichten. "Da das Gebäude am Ortsrand errichtet werden soll, erscheint es zur Absicherung erforderlich, den bebauten Innenbereich mit einer Einbeziehungssatzung klar zu definieren."

Zur freien Landschaft hin muss das Gebäude mit einer Streuobstwiese ausreichend eingegrünt werden. Der Antragsteller muss sich darüber hinaus nach den Grundsätzen des Weilheimer Modells "Wohnen für Einheimische" für die Dauer von 15 Jahren zur Eigennutzung beziehugsweise Nutzung durch Familienangehörige verpflichten.

Eva Langwieder (Mangfall-Bote)

Rubriklistenbild: © dpa

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