Im Angriff unterirdisch

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Wasserburg - Der TSV Wasserburg hat auch zuhause den Sack nicht zumachen können. In Spiel vier der best-of-five-Serie um die deutsche Damenbasketballmeisterschaft unterlag der Vizemeister dem Titelverteidiger Saarlouis 56:63 (27:34). **Neu: Video mit Trainer & Spielszenen**

Am kommenden Samstag, 15 Uhr, kommt es nun zum alles entscheidenden Finale im Saarland. Trainer Hans Brei war anschließend geknickt wie selten in seiner Laufbahn. Denn defensiv hatte sein Team sehr viel richtig gemacht – es hatte gegen die athletischen Gäste ordentlich im Rebound gearbeitet (42:47), es hatte mehr Ballgewinne (12:9) und nur 63 Punkte zugelassen. Normalerweise reichen die nicht für einen Gästesieg in Wasserburg. „Wir haben´s leider im Angriff verloren, ganz klar. Wir waren gehemmt, wirkten blockiert, und das von der ersten Minute an. Dann kommt noch etwas Pech dazu – und schon steht´s 2:2.“ Alle Trümpfe in Sachen Meisterschaft liegen jetzt natürlich wieder beim Titelverteidiger, der auch psychologisch Oberwasser hat. Trotz einer schwachen, beinahe indiskutablen Wurfquote von nur 29 Prozent war Wasserburg bis zwei Minuten vor Ende in Schlagdistanz (51:54), doch vier Freiwürfe und ein Korbleger verschafften Saarlouis den entscheidenden Vorsprung. Ab Mitte des ersten Viertels war der Vizemeister einem Rückstand hinterhergelaufen.

TSV Wasserburg - TV Saarlouis

Mal waren es zwei, mal 12 Punkte, mit denen die Gäste führten. Wasserburg kämpfte sich immer wieder ran, zeigte für kurze Phasen, zu welche schönem und erfolgreichem Basketball die Mannschaft eigentlich fähig ist. Aus einem 12:21 (12. Minute) wurde ein 22:23 (15.), doch prompt ließen Konzentration und Genauigkeit im Angriff wieder nach. Ein identischer Verlauf im vierten Viertel, als aus einem 40:49 besagtes 51:54 wurde, dann aber zahlreiche Chancen leichtfertig vergeben wurden. Die mehr als 1000 Fans in der ausverkauften Badria-Halle stöhnten beinahe minütlich auf, denn anfängliche Unsicherheiten im Abschluss breiteten sich wie ein Virus aus und infizierten vor allem Jana Furková (1/12), Ashley Hayes (1/11), Diana Pop und Katharina Kühn (je 2/8). Saarlouis brillierte keineswegs, doch im Abschluss waren die Gäste einfach cleverer. Auch ihre Wurfquote war alles andere als berauschend (38 Prozent), aber die Gäste zogen deutlich mehr Fouls und bekamen so 13 Freiwürfe mehr zugesprochen als Wasserburg, verwerteten deren 12, das war der Sieg.

Es spielten: Dorothea Richter (17 Punkte), Tamara Tatham (11), Rebecca Thoresen (9), Diana Pop (6), Katharina Kühn (4), Ashley Hayes (3), Jana Furkova (3), Svenja Brunckhorst (3), Verena Stürmlinger und Mirjiam Unger.

Florian Danner

Rubriklistenbild: © cs

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