Anlage für Windkraft entsteht

+
Am westlichen Ortsrand von Unterholzham soll im Gemeindebereich von Bruckmühl die erste Klein-Windkraft-Anlage mit einer Höhe von 22 Metern entstehen.

Bruckmühl - Eine Windkraftanlage soll im Bruckmühler Ortsteil Unterholzham entstehen. Mit einer Gegenstimme sprach sich jetzt der Bauausschuss dafür aus!

In der fünften Bauausschusssitzung 2010 hatte sich das Bruckmühler Kommunalplenum mit zehn Tagesordnungspunkten auseinander zu setzen, von denen einige nicht gerade alltäglich waren. Dazu gehörte unter anderem die Voranfrage von Bartholomäus Krapichler für den Bau einer kleinen Windkraftanlage im Bruckmühler Ortsteil Unterholzham, die letztlich lediglich gegen die Stimme von Hubert Maier, CSU/PW, eine mehrheitliche Zusage erhielt.

Conny Stahl führte von der gemeindlichen Bauverwaltung eingangs der Beratung aus, dass der Antragsteller auf dem 5200 Quadratmeter großen Grundstück eine Klein-Windkraft-Anlage mit einer Gesamthöhe von 22 Metern und einem Rotordurchmesser von 4,40 Meter errichten möchte.

Der Lärmpegel soll bei voller Belastung zirka 40 Dezibel betragen und die Anlage vornehmlich zur Eigenbedarfsdeckung verwendet werden. Eine Einspeisung in das öffentliche Versorgungsnetz ist nur bei Windspitzen geplant. Ihr abschließendes Fazit lautete: "Gemäß einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ist eine Windenergieanlage, die einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Strom versorgt privilegiert, wenn der betriebsbezogene Anteil der Energieversorgung, wie hier vorliegend, deutlich höher als der der Einspeisung in das öffentliche Netz ist, öffentliche Belange stehen dem Bauvorhaben nicht entgegen, die Abstandsflächen werden eingehalten".

CSU/PW-Sprecher Richard Richter bezeichnete die beantragte Windkraftanlage als überschaubares Bauwerk: "Es ist bis dato die einzige im Gemeindegebiet und ich hoffe, dass sie es auch bleiben wird". Sein Parteikollege Hubert Maier bewerte die Sachlage gänzlich anders: "Die Nutzung von Windenergie ist grundsätzlich sinnvoll und gut, aber die Höhe von 22 Metern und der ständig arbeitende Rotor stört, das passt hier nicht hin".

Ohne weiteren Diskussionsbedarf erhielt die Voranfrage schließlich die Genehmigung. Ohne breitere Sacherörterung wurden die beiden folgenden Änderungsanträge für den Bebauungsplan "Hinrichssegen" einstimmig positiv beschieden.

So kann eine Baubewerberin nun am Altvaterweg, Ortsteil Hinrichssegen, ihr Einfamilienhaus mit Doppelgarage und ein weiterer Antragsteller seinen Dreispänner mit Garagen am Heimatweg weiter planen.

Ein ebenfalls einstimmiges und positives Votum erhielt Karl-Heinz Schwingenschlögl für sein Einfamilienhaus im Ortsteil Heufeldmühle, Heufelder Straße.

Die Räte plädierten hierbei lediglich dafür, den geplanten Garagenplatz als auch die Anordnung der Stellplätze noch einmal neu zu überarbeiten. Die Traufwandhöhe des Gebäudes legten sie auf maximal sechs Meter fest. Als "klassisches Austragshaus" im Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Betrieb charakterisierte und genehmigte das Kommunalplenum den Bauantrag für ein Einfamilienhaus im Ortsteil Norderwiechs.

Abschließend begrüßten die Räte noch einstimmig den Änderungsantrag für ein Heufelder Gebiet "Korbinianspark". Durch kleinere Gebäudeverschiebungen und Baukörperveränderungen soll auf dem Areal im Heufelder Ortskern ein Mehrgenerationenhaus mit barrierefreien Zugang, Laubengang und Liftanlage entstehen. Die Räte schlossen sich unisono dem Votum vom Bürgermeister Franz Heinritzi an: "Hier dürfen wir städtebaulichen Planungen mit hohem Qualitätstandarts begleiten. Wir können nur allen Beteiligten gratulieren, der Heufelder Ortskern wird durch die Planungen und Baumaßnahmen eine deutliche Aufwertung erhalten".

tn/Mangfall-Bote

Zurück zur Übersicht: Mangfalltal

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT