Ausschuss gegen zu viel Wohnen

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Das Bruckmühler Kommunal-Plenum sprach sich gegen eine Gewerbeeinheit mit großer Wohnnutzung im Südbereich des Bekleidungshauses Schmid aus, um mögliches Konfliktpotenzial zwischen Arbeiten und Wohnen zu vermeiden.

Bruckmühl - Ein neues Wohn- und Geschäftshaus samt Garagen an der Otto-Perutz-Straße in Heufeld? Der Bruckmühler Bauausschuss sagt "Nein"! Bürgermeister Heinritzi widersprach dabei ÜWG-Rat Georg Pritzl.

Der Antragsteller wollte auf dem 600 Quadratmeter großen Grundstück ein Gebäude bauen, in dessen Erdgeschoss reine Wohnnutzung und im Dachgeschoss Geschäftsräume vorgesehen waren.

Markus Zehetmaier von der Bauverwaltung erklärte hierzu, dass das betroffene Gebiet zwar als Mischgebiet klassifiziert, Wohnnutzung aber ausschließlich betriebsbezogen genehmigungsmöglich ist: "Eine größenmäßige Unterordnung der Betriebsleiterwohnung ist nicht zu erkennen. Eher das Gegenteil ist der Fall, es ist eine flächengleiche Aufteilung zwischen Wohnen und Gewerbe geplant. Auch stellt sich die Frage, warum die Geschäfts- und Empfangsräume im ersten Obergeschoss untergebracht werden sollen."

Abschließend erläuterte Zehetmaier, dass in diesem Bereich nur mischgebietsverträgliche gewerbliche Betriebe als sogenannter Puffer zum nahen Bekleidungshaus Schmid zulässig sind. Eine Aufweichung dieses Bebauungsplankonzeptes bewertete er als äußert problematisch. Abschließend wies er noch darauf hin, dass seit Juli 2008 für den beantragten Bereich ein Baurecht für ein Gewerbegebäude mit einer deutlich kleineren Betriebsleiterwohnung zugelassen ist.

CSU/PW-Sprecher Richard Richter bezeichnete den "Puffer" als das Maß aller Dinge: "In dieser geplanten Art geht das nicht, zumal ja ein angepasstes Baurecht schon besteht."

ÜWG-Rat Georg Pritzl sah eine 50:50-Prozent-Nutzung für durchaus genehmigungsfähig: "Wir müssen doch froh sein, wenn dieses Grundstück überhaupt bebaut wird."

Dem widersprach Bürgermeister Franz Heinritzi: "Wir sollten unsere Vorgaben nicht aufweichen. Es muss eine Ausgewogenheit zwischen Gewerbe und Wohnen gewährt bleiben. Wir brauchen hier ein einwandfreies Baurecht."

In der abschließenden Abstimmung sprachen sich alle Kommunalvertreter im Bauausschuss bis auf Pritzl gegen den Antrag aus und lehnten ihn damit ab.

tn/Mangfall-Bote

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