Mehr Unterstützung gefordert 

Andreas März und Klaus Stöttner zu Besuch bei der Kreiswasserwacht

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Bad Aibling - Am 21. Februar besuchten Andreas März und Klaus Stöttner das Jugendtraining der Wasserwacht Bad Aibling. Beide folgten der Einladung der Kreiswasserwacht Rosenheim und nutzten so die Chance zum Informationsaustausch.

Die Meldung im Wortlaut:


Da die zur Verfügung stehenden Schwimmbäder in der Region keine ausreichende Kapazität bieten, wertete die Kreiswasserwacht Rosenheim die Trainingsmöglichkeiten der Wasserwachten in Stadt und Landkreis bereits vor einiger Zeit aus. Diese Auswertung übergab man an Klaus Stöttner mit der Bitte um Unterstützung. Beim Besuch eines Jugendtrainings, machten sich Andreas März und Klaus Stöttner nun selbst ein Bild von den angespannten Platzverhältnissen, aber auch von der Leitungsfähigkeit der Wasserwacht. 

Angebot wird eingeschränkt

Aufgrund der geringen Anzahl zur Verfügung stehender Hallenbäder können viele Wasserwacht Ortsgruppen in Stadt und Landkreis Rosenheim ihr Trainingsangebot nur eingeschränkt anbieten. Dies hat zur Folge, dass mehrere Jugendgruppen keine neuen Mitglieder aufnehmen, da keine zusätzlichen Schwimmbahnen gemietet werden können. Dies bedeutet aber auch, dass Rettungsschwimmer-Kurse für die Öffentlichkeit nur sehr eingeschränkt angeboten werden, da dies ansonsten die Trainingsmöglichkeiten der aktiven Rettungsschwimmer reduzieren würde. Die Wasserwachten in der Region sind daher gezwungen Wartelisten zu führen. 


Freibäder und -gewässer kein Ersatz

Philipp Seiwald, Technischer Leider der Wasserwacht Bad Aibling erklärte in diesem Zusammenhang, dass alleine in seiner Ortsgruppe derzeit rund 50 Kinder auf die Möglichkeit zur Teilnahme am Jugendtraining warten. Im weiteren Gespräch erläuterten die Vertreter der Wasserwacht, dass Freibäder, oder Freigewässer wie Flüsse und Seen kein adäquater Ersatz für Hallenbäder sind. Aufgrund der Witterung sind diese für eine regelmäßige Ausbildung nicht planbar. Aber auch Vorschriften, welche durch die Innenministerkonferenz beschlossen werden, untersagen teilweise die Ausbildung in Freigewässern. Somit ist eine ausreichende Anzahl an Hallenbädern unerlässlich. 

Das große Problem: Geld

Ein weiteres Problem sind zudem die teilweise sehr hohen Schwimmbadmieten. Diese Kosten stellen die Wasserretter zunehmend vor Probleme, da dieses Geld für die Pflege, Wartung und Anschaffung von nötiger Ausrüstung, aber auf für die nötigen Spezialausbildungen der Retter fehlt. Stephan Braun, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Rosenheim, erläuterte zudem, dass die Wasserwacht in Bayern einen gesetzlichen Auftrag zur Wasserrettung hat. Diesen Auftrag erfüllt die Wasserwacht zu 100 Prozent durch ehrenamtliche Helfer. Aufgrund der fehlenden Trainingsmöglichkeiten, kann dieser Auftrag in Zukunft aber womöglich nicht mehr flächendeckend ausgeübt werden. Rettungsschwimmer, welche man heute nicht ausbildet, können zukünftig niemand retten und Kindern das Schwimmen nicht beibringen. 

Die Vertreter der Kreiswasserwacht Rosenheim baten daher die Herren März und Stöttner um Unterstützung, damit man auch zukünftig den gesetzlichen Auftrag vollumfänglich erfüllen kann. Die beiden sicherten zu, die entsprechenden Unterstützungsmöglichkeiten Seitens Stadt und Landkreis Rosenheim zu eruieren.

Pressemeldung Kreiswasserwacht Rosenheim

Quelle: mangfall24.de

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