Wie der Ausbau aussehen soll noch nicht entschieden

Parkbuchten in der Wennerbergstraße?

Bad Aibling - Die Wennerbergstraße soll ausgebaut werden. Wie dieser Ausbau allerdings aussehen soll steht noch nicht fest. Werden Parkbuchten mit Bäumen errichtet oder bleibt die Straße "kahl"? Eine neuerliche Anliegerversammlung soll nun Klarheit bringen.

Der Zustand der Wennerbergstraße wird von Stadtbaumeister Andreas Krämer als "sehr schlecht mit zahlreichen Aufgrabungen, Spurrinnen, Flickstellen und erheblichen Unebenheiten" beschrieben. Außerdem existiere keine Straßenentwässerung.

Nachdem die Planungsleistungen beauftragt wurden, führte man im Mai 2014 die Bestandsvermessung durch und arbeitete anschließend die Vorentwurfsplanung aus. 

Anliegerversammlung im letzten Oktober

Am 13.Oktober 2015 fand dann eine Anliegerbesprechung statt, bei der die betroffenen Grundstückseigentümer über die geplante Maßnahme informiert wurden. Es wurden zwei Varianten vorgestellt, wovon eine Variante nur die öffentliche Fläche beinhaltet und die zweite die in Privatbesitz befindliche Gehwegfläche mit einbezieht

Grundstückseigentümer treten ihre Flächen nicht ab

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Im Nachgang wurde eine Befragung wegen der erforderlichen Grundstücksabtretung der derzeitigen Gehwegfläche durchgeführt. Hierbei haben sich alle Grundstückseigentümer gegen eine Abtretung ihrer Flächen entschieden. Die Entwurfsplanung wurde deshalb auf der Basis der vorhandenen öffentlichen Flächen entwickelt und beinhaltet eine Fahrbahnbreite von 4,00 m und wechselseitig angeordnete Stellplätze mit 2,00 m Breite. Diese Entwurfsplanung wird noch bis zur Ausführungsplanung optimiert. Die Planung und Ausführung wurde auch bereits mit den betroffenen Spartenträgern besprochen. 

Die Kosten:

Die Gesamtkosten der Baudurchführung sollen sich auf 310.00 Euro belaufen. 65 % der Kosten für die Maßnahmen sollen auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden. Das entspräche rund 17 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Der Tagesordnungspunkt wurde jedoch auf Antrag von Stadtrat Florian Weber von der Bayernpartei mit 6:5 Stimmen zurückgestellt.

Die Diskussion im Stadtrat:

Stadtrat Stefan Rossteuscher von der ÜWG brachte ein, dass zwei Schreiben eingegangen seien aus denen ersichtlich wurde, dass einige Anlieger mit den Plänen nicht so einverstanden seien. Parkbuchten seien nicht von allen gewollt. Außerdem können die Maßnahmen den Parkplatzdruck noch erhöhen.

Auch Stadtrat Richard Lechner von der SPD räumte ein, dass man den Parkdruck nicht vernachlässigen dürfe. "Derzeit ist das Gebiet zwar sehr locker bebaut, das muss aber nicht so bleiben."

Auf Nachfrage von Florian Weber erklärte Bürgermeister Schwaller, dass der Kostenunterschied zwischen einem Ausbau mit und ohne Parkbuchten für die Anwohner nur minimal sei.

Max Leuprecht von der Grünen Offenen Liste räumte ein, dass Grünflächen die billigste Lösung seien, gefolgt von gepflasterten Flächen. Asphaltflächen seien die teuerste Variante.

Bei Dieter Bräunlich von der ÜWG kam es bisweilen so an, dass die Anwohner die billigste Lösung wollen und keine Bäume. Dem entgegnete Schwaller, dass die Maßnahme das gesamte Wohngebiet erheblich aufwerte. "Wenn die Straße schön ist, steigt auch der Grundstückswert."

Thomas Höllmüller von der CSU wies auf eine Gesetzesänderung hin, die ab ersten April in Kraft trete. Demnach habe der Bürger einen Anspruch auf die billigste Lösung.

Eine neuerliche Anliegerversammlung soll nun Klarheit darüber bringen, welche Lösung die Anwohner für die beste halten.

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jb

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