Rückbau gefordert - mit Abstimmung im Artikel

Aufregung um Gehweg an der Hofmühlstraße

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Diese Bordsteinkante ist einigen Stadträten ein Dorn im Auge. Sie behindere Rad- und Rollstuhlfahrer beim Überqueren der Straße
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Bad Aibling - Aufregung um den sanierten Gehweg in der Hofmühlstraße - Die Stadt Bad Aibling hatte ein Stück des Gehweges zwischen der Kirchzeile und der Hofmühlstraße erhöht, was auf Unverständnis einiger Stadtratsmitglieder stieß. Ein Rückbau wurde beantragt.

Bei einem Ortstermin vor der Sitzung des Bad Aiblinger Stadtrates am Donnerstag den 27. Februar wurde das von der Stadt sanierte Gehwegstück zwischen Hofmühlstraße und Kirchzeile von den Stadträte begutachtet.

Die Bad Aiblinger Stadträte, Anwohner und Bürgermeister Felix Schwaller beim Ortstermin in der Hofmühlstraße

Das Gehwegstück war laut Stadtverwaltung in erster Line wegen des schlechten Zustandes zahlreichen Beschwerden von Eltern und älteren Bürgern umgebaut worden. Aufgrund der Nutzung des Gehweges (im Bereich Hausnummer 15) sei es durch teilweise schwere Fahrzeuge zu Setzungen und Schäden im Belag gekommen, wodurch die Straßenentwässerung nicht funktionierte und sich unter anderem Pfützen bildeten. Um größere Schäden zu vermeiden wurde der betroffene Bereich noch vor Wintereinbruch saniert. Der rund 15 Meter lange Bereich ist jetzt mit einem etwa acht Zentimeter hohen Bord von der Fahrbahn abgegrenzt.

Die Verwaltung teilt hierzu weiter mit, dass in den vergangenen Monaten zahlreiche Beschwerden beim Bauamt eingegangen waren. Kinder auf dem Weg zur Schule hatten teilweise Schwierigkeiten den Gehweg auf dem Schulweg zu benutzen, da Autofahrer ohne Rücksicht auf die Fußgänger diesen benutzt haben. Ähnliche Beschwerden gab es auch von älteren Bürgern. Das verlegte Kleinsteinpflaster mit den breiten Fugen war für die älteren Bürger, die auf eine Gehhilfe angewiesen waren, auch ein Problem.

Kritik an der Sanierung

Stadtrat Sepp Glaser (SPD) beantragte bereits in der Stadtratssitzung im November 2018 einen Rückbau des Gehweges. Es geht um das Hochboard und die Tatsache, dass die Baumaßnahme dem Bauausschuss nicht vorgelegt wurde. "Vorher konnte man über die Kante am Eck drüber fahren, weil es abgesenkt war." Ihm gehe es drum, dass Radfahrer, Eltern mit Kinderwägen und Rollstuhlfahrer oder ältere Leute mit Rollator dort drüber fahren können ohne eine Kante überwinden zu müssen. "Es ist leider übersehen worden, diese Absenkung beizubehalten", so Glaser bei dem Ortstermin.  Ein Vorwurf, den Stadtbaumeister Thomas Gems zurückwies: "Das wurde nicht übersehen, das war Absicht, weil die Autos die von Richtung Griechen in die Hofmühlstraße fahren übersehen die Fußgänger. Wir haben versucht durch die Erhöhung die Stelle sicherer zu machen." Es sei auch intern besprochen worden, ob die Maßnahme in den Bauausschuss kommen soll.

Stadträtin Katharina Dietel (Grüne) gab an oft genug zu sehen, dass Schüler den Berg herunterdonnern. "Wenn eine Schwelle da ist, dann bremst man." Für Rudolf Hofschneider (SPD) sei das Hauptproblem, dass es keine klare Vorfahrtsregelung an der Stelle gebe. "Die logische Folgerung wäre eine Einbahnstraße in Richtung Kirchzeile. 

Vor Ort war auch ein Vertreter der Bad Aiblinger Polizei, der die Maßnahme als sinnvoll für die Sicherheit der Bürger ansehe. 

Rückbau aus Sicht der Stadtverwaltung nicht zu empfehlen

Mit der erfolgreichen Sanierung sei also versucht worden, den betroffenen Bereich in erster Line sicherer zu gestalten (Schulwegsicherung). Es habe hierzu bereits zahlreiche positive Rückmeldungen gegeben, so Gems. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommen waren nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt keine weiteren Maßnahmen (wie z. B. Änderung der Rechts-vor-Links Regelung) veranlasst worden. Lediglich für den Winterdienst wurde ein Parkplatz für die Wintermonate aufgehoben. Ein Rückbau würde aus Sicht des Bauamtes die Sicherheit der Fußgänger (Schüler, Kindergartenkinder, motorisch eingeschränkter Personen, …) stark und unnötig gefährden und sei aus den genannten Gründen nicht zu empfehlen.

Keine Entscheidung gefallen

Der Antrag von Stadtrat Glaser wurde in der Sitzung am Donnerstagabend wegen der fortgeschrittenen Stunde nach bereits vierstündiger Sitzung zurückgestellt und wird voraussichtlich in der nächsten Stadtratssitzung behandelt werden. 

Quelle: mangfall24.de

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