Newcomer-Bands auf der großen Bühne

+
Auf den früheren Deichhobbe-Festivals war die Stimmung super.

Bad Aibling - Jungen Bands aus der Region einen Auftritt ermöglichen - das ist der Sinn des Deichhobbe Newcomer Festivals. Wer in diesem Jahr die Bühne stürmen darf:

Für die 16. Ausgabe des Deichhobbe Newcomer Festivals hat wie stets eine fachkundige Demo-Jury der MusikInitiative Rosenheim aus vielen Bewerbungen engagierter Bands aus der gesamten Region die vier Besten als Finalisten ausgespäht.

Wenige Tage vor dem 24. Geburtstag des Vereins bietet die MIR am Samstag, 16. November um 20 Uhr, in der Aula des Gymnasiums Aibling die traditionelle und erfolgreiche Nabelschau der Nachwuchsszene. Leider musste das traditionelle und erfolgreiche Konzert im vergangenen Jahr ausfallen, weil die Rosenheimer Hammerhalle überraschend nicht mehr zur Verfügung stand. Doch war nach umfangreicher und landkreisweiter Suche mit der Aula des Aiblinger Gymnasiums mehr als Ersatz gefunden, wie die MIR-Festivals Simply the best/rest in März und Mai gezeigt hatten.

An stilistischen Einschränkungen bei moderner Musik gab's wie immer keine, der Band-Altersdurchschnitt sollte rund 23 Jahre nicht übersteigen und die Band eben nur aus der Region kommen. Ob eigene Kompositionen oder Coversongs wurde ebenfalls nicht bewertet. Wichtig ist auch, dass eine Mitgliedschaft bei der MIR natürlich keine Bedingung war! Freilich würde man sich dennoch über Neumitglieder freuen, auch Fördermitglieder wie etwa Musikereltern sind stets willkommen, durch den Beitrag von nur 25 Euro pro Jahr die Aktivitäten des Vereins zu unterstützen ...

Am 16. November spielen für jeweils 40 Minuten:

  • Good Cpt. Jak sind ein junges dynamisches Indie-/Blues-Trio mit Instrumenten neben Gitarren von Banjo bis Kontrabass und cleveren Texten. Und so etwas kommt halt dabei heraus, wenn man einen Jazzfan, eine Metal-Drummer und einen Bluesrocker zusammenwirft ...
  • Dislike buttons, ein Quintett von miteinander 99 Jahren, spielen seit etwa vier Jahren zusammen und waren 2011 schon einmal Deichhobbe-Finalisten. Darüber hinaus wählte die MusikInitiative sie ebenfalls damals für die Stadtteilwoche Salzstadl.
  • Stereobugs, je zur Hälfte des Quartetts aus Bad Endorf und Eggstätt, konnten schon im Mai beim MIR-Simply the best überzeugen, neuerdings auch mit unplugged-Songs im Alternative-Rock-Stil
  • Zwoa sind zwei! ... oder auch fünf? ..., in jedem Fall aber "local heroes" am Gymnasium Bad Aibling. Eigene Lieder und bayerische Texte sollen zum Nachdenken wie Lachen anregen und werden in der Akustikversion von Flo und Tobi mit Gitarren vorgestellt; beim Deichhobbe wird daraus aber mit drei mehr-als-Begleitmusikern ein Quintett.

Dankenswerterweise spendiert das XV-Tonstudio von Florian Schauer dem durch Publikum erklatschten Sieger zwei Studiotage. Dazu kommen die Bands nach Konzertende in Auftrittsreihenfolge auf die Bühne und der Beifall wird durch die unabhängigen Techniker gemessen.

Auf diese junge und abwechslungsreiche Mixtur zeitgemäßer Musik ist auch die MIR schon gespannt, wie deren Chef Manfred Lenz betont. Er machte deutlich, dass man nach musikalischen Kriterien und stilistischer Vielfalt ausgewählt habe und so teils auch neuen Bands die begehrten Plätze gegeben habe. Dafür bittet die MIR alldiejenigen um Verständnis, die schon mehrfach bei ihren Konzerten aufgetreten sind.

Es sollen fairerweise nicht immer dieselben zu hören sein - das längst kultige "Deichhobbe" trägt schließlich den Beinamen "Newcomer Festival" ... und die meisten Deichhobbe-Bewerber sind ja auch noch jung genug für einen erneuten Versuch im nächsten Jahr.

Bei ihrer Sitzung sind der Demo-Jury übrigens ein paar erwähnenswerte Entwicklungen aufgefallen, die sich in den letzten Jahren fortgesetzt haben:

  • es bewarben sich viele brandneue Gruppen, zu denen die MIR bislang noch keinen Kontakt hatte
  • neben Englisch halten verstärkt deutsche und bayerische Texte Einzug, wobei sich die MIR hier ausdrücklich jeder Wertung enthält
  • die Qualität eines Textes bemisst sich nach Inhalt, nicht nach Sprache ...
  • und letztlich findet sich in der Region eine immer größere musikalische Stilbreite ein! Schön.

Auftreten werden die Bands mit professioneller Bühnentechnik. Da leider in einem der größten Landkreise Bayerns mit sehr vielen Musikern - allein in der MIR-Musikerkartei sind rund 1800 Namen vermerkt - nur wenige Konzertveranstaltungen nachhaltig eine erfolgreiche Geschichte aufweisen können, kommt dieser "Mutprobe" umso größere Bedeutung zu.

Der mit normal fünf Euro und für MIR Mitglieder drei Euro schülerfreundliche Eintritt wird nur an der Abendkasse erhoben und gefördert wird das Festival vom Bezirksjugendring Oberbayern. Den Getränkeverkauf übernimmt der Elternbeirat der Schule, dessen Einnahmen dem Förderverein zugute kommen. Gedankt wird nicht zuletzt auch dem zuvorkommenden Schulleiter Michael Beer sowie seinem hilfsbereiten Hausmeister Edi Litt.

Pressemitteilung MusikInitiative Rosenheim

Zurück zur Übersicht: Bad Aibling

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT