Bis 2030 werden 280 zusätzliche Stellplätze benötigt

So will Bad Aibling dem Parkplatzproblem Herr werden

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Bad Aibling - Die Stadt braucht Parkplätze - und zwar nicht wenige. Nun möchte sie mit einem neuen Park and Ride Parkplatz nördlich der Bahnlinie dem Problem Herr werden.

Die Stadt Bad Aibling hatte beim Ingenieurbüro für Verkehrswesen TSC eine Studie in Auftrag gegeben, um zu ermitteln, wie viele Stellplätze tatsächlich benötigt werden. Dabei wurde festgestellt, dass bis zum Jahr 2030 etwa 280 zusätzliche Stellplätze im Umfeld des Bahnhofs benötigt werden.

Wie die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses mitteilte, besteht unter Berücksichtigung eines geplanten Parkdecks an der Lindenstraße mit etwa 150 Stellplätzen und eines Park and Ride Parkplatzes nördlich des Bahnhofs mit rund 80 Stellplätzen, immer noch ein Defizit von etwa 50 Parkmöglichkeiten.

Neue Stellplatzanlage

Dem Bauausschuss wurden zwei Varianten für den neuen Parkplatz nördlich der Bahn auf Höhe der neuen Bahnunterführung vorgestellt:

  1. "Parken unter Bäumen" mit 78 Stellplätze, wovon sechs Behindertenstellplätze sind. Gepflanzt werden sollen 29 Bäume.
  2. "Parken mit weniger Grün" mit 88 Parkplätzen, davon wieder sechs Behindertenstellplätze, jedoch nur 22 Bäume.

Kosten

Laut einer Berechnung von Architekt Mathias Overbeck belaufen sich die Kosten aufbrutto 474.741,82 Euro und unterscheiden sich bei den Varianten nur unwesentlich. Nach Aussage der Regierung von Oberbayern liegen die förderfähigen Kosten voraussichtlich 4.100 Euro je Stellplatz bei Variante 1  und 700 Euro je Stellplatz bei Variante 2.

Somit wäre der Maximalbetrag einer möglichen Förderung für den Parkplatz nördlich der Bahn 319.800 Euro (Variante 1) bzw. 360.800 Euro (Variante 2). Es muss jedoch ein entsprechender Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern gestellt werden.

Lärmbelästigung

Um eine mögliche Lärmbelästigung durch den Parkplatz auszuschließen, wurde ein Immissionsgutachten durch das Ingenieurbüro Greiner erstellt. Das Ergebnis sagt im Fazit aus, dass aufgrund der Nutzung des Parkplatzes und der Erschließungsstraße für die umliegende Wohnbebauung keine Schallschutzmaßnahmen erforderlich seien. Die Immissionsgrenzwerte für Wohngebiete werden an allen maßgebenden Immissionsorten um mindestens drei dB (A) tagsüber sowie nachts unterschritten.

Die Beschlussempfehlung

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Mit einer Gegenstimme von Florian Weber (Bayerpartei) nahm der Bauausschuss den Sachverhalt zur Kenntnis und empfiehlt dem Stadtrat der Entwurfsplanung "Variante 1" zuzustimmen. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen entsprechenden Bauantrag sowie einen Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern zu stellen. Die Kosten in Höhe von etwa 475.000 Euro sind in den Haushaltsplan 2017 einzustellen.

Quelle: mangfall24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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