Langjähriger Präsident der Aiblinger Faschingsgilde

Rolf Beyler überraschend in seiner Wahlheimat Sinsheim verstorben

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Rolf Beyler bleibt vielen bei der Faschingsgilde unvergessen.

Bad Aibling/Sinsheim - 1967/1968 hat Rolf Beyler die Faschingsgilde mitgegründet und dieser 28 Jahre lang vorgestanden. Nach einer Notoperation ist er nun unerwartet gestorben. Ein Nachruf.

Rasch verbreitete sich in seiner Geburtsstadt Bad Aibling die Nachricht, dass Rolf Beyler im Alter von 75 Jahren in seiner "Wahlheimat" Sinsheim überraschend an den Folgen einer Notoperation verstorben ist.

Rolf Beyler, der als Masseur und medizinischer Bademeister einst das gleichnamige Kurheim an der Thürhamer Straße betrieb, war vor allem den Faschingsfreunden in Stadt, Landkreis und Oberbayern ein Begriff.

Rolf Beyler war Mitbegründer der Faschingsgilde in der Saison 1967/1968. Seine Faschingskarriere startete er als Prinz Rolf I. von Badensien an der Seite von Prinzessin Elisabeth I. (Alt). Dass er nur vier Jahre später und dann für 28 Jahre Präsident der Aiblinger Faschingsgilde wurde, hatte er selbst nicht gedacht.

Sein Amtsvorgänger Harry Hüttig war daran "schuld": "Der Harry hat mich irgendwann gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, im Präsidium mitzuarbeiten. Weil ich dachte, der meint das nicht ernst, habe ich einfach mal ja gesagt. Kurz vor den Wahlen wurde mir dann gesagt, dass ich Präsident werden soll. Daraus sind dann 28 Jahre geworden", erklärte Rolf Beyler stets, wenn er gefragt wurde, wie es zu seiner Präsidentschaft gekommen war. Durch sein ausgleichendes Wesen und sein Gespür für die richtige "Mischung" in der Gilde gelang es ihm immer, die jeweilige Truppe in der Faschingssaison zusammen zu halten. Eine unverzichtbare Hilfe war ihm dabei sein "Vize" Günter Steffen.

Fast selbstverständlich, dass er vom Bund Deutscher Karneval mit höchsten Auszeichnungen bedacht wurde und von Aiblinger Seite den Ehrenorden "pour le Glore'" erhielt und zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.

Nachdem Rolf Beyler 2003 das Amt in jüngere Hände übergeben hatte, war er ein Ratgeber und väterlicher Freund für seine Nachfolger. Auch wenn ihn sein privater Weg nach Sinsheim in den Kraichgau führte, wo er den Lebensabend mit seiner Frau Lilo verbrachte, zum Fasching kam er selbstverständlich immer nach Bad Aibling. Wie groß die Verbundenheit zu "seiner" Gilde war, zeigte sich im Oktober 2016, als ein Bus mit fast 50 Personen zu einem Überraschungsbesuch zu Rolf Beylers 75. Geburtstag nach Sinsheim gefahren ist.

Mit Rolf Beyler ist nicht nur ein alteingesessener Aiblinger, sondern auch ein karnevalistisches Urgestein gestorben. Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung soll voraussichtlich am Donnerstag, 3. August, sein.

Uwe Hecht

Quelle: mangfall24.de

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