Parken in Bad Aibling bald ein Problem?

Bad Aibling - Könnte es bald ein Problem sein, im Stadtgebiet einen Parkplatz zu finden? Die Untersuchungen eines Ingenieurbüros geben jetzt Aufschluss über die Verkehrsentwicklung:

Die Stadt plant bereits intensiv zahlreiche Baumaßnahmen im Umfeld des Bad Aiblinger Bahnhofs. Die Neugestaltung des Maximilianplatzes und die Arbeiten an der Bahnunterführung sind schon in vollem Gange; dazu sollen die Flächen westlich des Bahnhofsgebäudes in frischem Grün erstrahlen. Doch gerade diese baulichen Veränderungen werfen natürlich auch einen Mehrbedarf an Parkplätzen auf. Aus den Reihen des Stadtrates wurde daher ein Parkraumkonzept für das gesamte Umfeld des Bahnhofs gefordert. Das Ingenieursbüro TSC nahm sich des Problems an und gab den Gremiums-Mitgliedern in der Sitzung am Donnerstag einen Ausblick auf die Verkehrsentwicklung im Stadtgebiet bis 2030: Demnach wird der Bedarf für Pkw-Parkplätze in den kommenden 15 Jahren um rund 100 Stellplätze steigen. Um diesem Problem Herr zu werden, stehen vier verschiedene Projekte im Raum:


1. Ein Parkhaus an der Lindenstraße mit rund 100 bis 150 Stellplätzen

2. Den "Park & Ride-Parkplatz" nördlich des Bahnhofs um rund 80 Stellplätze zu erweitern


3. Eine Parkpalette am "Park & Ride-Parkplatz" zu errichten

4. Ein Parkhaus an der Westendstraße

Bernd Reich vom Ingenieursbüro erklärte anschließend, dass die ersten beiden Varianten die sinnvollsten wären und auch in naher Zukunft umzusetzen seien. Aus Kostengründen halte er die Parkpalette für eine mittelfristige Lösung. Ein Parkhaus an der Westendstraße sei aus seiner Sicht wenig sinnvoll, weil der Weg zum Bahnhof - gerade für die Pendler - zu weit wäre.

Unisono begrüßten die Mitglieder des Stadtrats  den Vorschlag mit der Erweiterung des "Park & Ride-Parkplatzes". Doch anders beim Parkhaus an der Lindenstraße: wegen der Kosten von rund 4,5 Millionen Euro stieß das Projekt nicht bei allen Stadträten auf Gegenliebe. Mit zwei Gegenstimmen entschied sich das Gremium aber trotzdem dafür, den Sachverhalt zur Kenntnis zu nehmen und auf deren Grundlage die vorgeschlagenen Flächen mit Planungsvorschlägen und Kostenschätzungen zu belegen.

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