Kreisausschuss genehmigt neuen Plan

Realschule in Bad Aibling wird umfassend saniert

Bad Aibling - Der Kreisausschuss und der Ausschuss für Schulen und Sport fassten einstimmig einen Grundsatzbeschluss zum Umbau und zur Generalsanierung eines Gebäudes der Staatlichen Realschule in Bad Aibling.  

Die Meldung im Wortlaut:

Der Staatlichen Realschule in Bad Aibling stehen umfassendere Umbau- und Sanierungsmaßnahmen bevor, als bisher geplant. Die Mitglieder des Kreisausschusses und des Ausschusses für Schulen und Sport erklärten in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig ihr grundsätzliches Einverständnis mit Planungen, die Rücksicht nehmen auf geänderte gesetzliche Anforderungen an den Erziehungs- und Bildungsauftrag.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten die zuständigen Ausschüsse einen Grundsatzbeschluss gebilligt, der im Wesentlichen die Beseitigung von baulichen Mängeln und die Sanierung der vorhandenen baulichen Substanz vorsah. Dieser wurde jetzt aufgehoben.

„Schule funktioniert heute anders als vor 20 oder 50 Jahren.“

Zuvor hatte Schulleiter Matthias Wabner intensiv dafür geworben, der Realschule eine zeitgemäße Bildungsinfrastruktur zu geben. Wabner sprach von einer Herzensangelegenheit und meinte zur Begründung: „Schule funktioniert heute anders als vor 20 oder 50 Jahren.“ Auch Landrat Otto Lederer warb für die umfassenderen Pläne, die im Vergleich zu den Beschlüssen von vor einem Jahr rund 7 Millionen Euro mehr kosten. „Diese Mehr rentiert sich aber, weil wir glauben, dass dieses Schulkonzept die nächsten 15 oder 20 Jahre halten wird“, sagte der Landrat. Die Baumaßnahmen betreffen vor allem das so genannte Bauteil C, ein quadratisches Gebäude auf dem Schulgelände.

Mehr Platz, mehr Übersichtlichkeit

Dort gibt es einen noch oben offenen Innenhof, der überdacht wird. Zudem ist eine vollständige Unterkellerung geplant. So wird aus dem Innenhof eine neue Aula, die auch als Veranstaltungsort genutzt werden kann mit der Möglichkeit, für bis zu 400 Personen zu bestuhlen. Eine räumliche Erweiterung wird zudem ermöglicht, weil die Wand zu zwei Klassenräumen durch eine mobile Trennwand ersetzt wird.

Der Verwaltungsbereich der Schule wird nach Ende der Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss erreichbar sein. Auch das Lehrerzimmer wird vom 1. Stock in das Erdgeschoss verlegt. Auch dies war ein wichtiges Anliegen von Schulleiter Matthias Wabner. Wenn Bedarf war, wurde in der Vergangenheit immer wieder angebaut. Deshalb sind die Wege in der Schule „extrem kompliziert“, wie Wabner feststellte. „Wer kein Mitglied der Schulfamilie ist, findet die Schulverwaltung nicht und ein Rollstuhlfahrer kann sie nicht erreichen.

Ein dritter wichtiger Punkt in Wabners Agenda war der Anschluss eines benachbarten Gebäudes auf Erdgeschoss-Ebene. Im Moment sind beide Gebäude nur über den Keller verbunden. Darüber hinaus werden die Räume für die Ganztagesbetreuung im Untergeschoss zusammengefasst. Über einen großzügigen Flur und eine offene Treppe werden sie mit der Aula verbunden sein.   

Die naturwissenschaftlichen Fachlehrsäle, bisher in der Schule verteilt, werden im Obergeschoss gebündelt. Für die Informatik bleibt ein allgemeiner Fachlehrsaal. Alle anderen Informatikräume werden in ein anderes Schulgebäude verlegt.

Alle Räume erhalten neue Abhangdecken. Sie sind aus Gründen der neuen Installationen, aus raumakustischen Gründen und in Teilbereichen auf Grund von Brandschutz erforderlich. Die Gebäudetechnik, insbesondere Elektroinstallation, Informationstechnik, Beleuchtung und Trinkwasserinstallation wird auf den aktuellen Stand gebracht.

Klassenzimmer werden ausgelagert

Während der Bauarbeiten müssen Klassenräume in Pavillons ausgelagert werden. Vier Klassenzimmer und Sanitäranlagen stehen in einer vorhandenen Pavillonanlage, westlich der Max-Mannheimer-Straße, zur Verfügung. Vier weitere Klassenräume werden in einem Pavillongebäude auf dem Lehrerparkplatz geschaffen.    

In einer von der Hochbauabteilung des Landkreises in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie werden die Kosten der umfangreicheren Umbau- und Generalsanierungsmaßnahmen grob auf etwa 11,5 Millionen Euro geschätzt. Hier gibt es die Erwartung, dass der Freistaat Bayern etwa 4,5 Millionen Euro übernimmt. Zum Vergleich, für den vom Kreisausschuss und dem Ausschuss für Schulen und Sport aufgehobenen Grundsatzbeschluss aus dem vergangenen Jahr waren insgesamt 4,6 Millionen Euro vorgesehen, der Förderanteil betrug gut 2 Millionen Euro.

Die neue Beschlusslage sieht zudem vor, dass die Hochbauverwaltung beauftragt ist, sämtliche Anträge bei der Regierung von Oberbayern zu stellen, die Architekten- und Ingenieurverträge abzuschließen und den Bauantrag einzureichen.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

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