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Diese Kriterien müssen erfüllt werden

"Sehr aufwendig": Bad Aibling weitere zehn Jahre als "Heilbad" zertifiziert

Bad Aiblings Kurdirektor Thomas Jahn freut sich über die "Heilbad"-Zertifizierung.
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Bad Aiblings Kurdirektor Thomas Jahn freut sich über die "Heilbad"-Zertifizierung.

Bad Aibling – Die Stadt behält für die nächsten zehn Jahre das Prädikat „Heilbad“. In diesem Verfahren wurde zudem die Ausweitung des Kurortes auf das ganze Stadtgebiet erfolgreich anerkannt. Sehr zur Freude von Kurdirektor Thomas Jahn.

„Wir freuen uns, dass wir nun endlich über die Klippe gesprungen sind und für die nächsten zehn Jahre das Prädikat Heilbad erhalten haben“, erklärt Thomas Jahn, Kurdirektor Bad Aibling, gegenüber mangfall24.de. Mit dem amtlichen Bescheid, der in der jüngsten Stadtratsitzung bekannt gegeben wurde, ist das Verfahren nun abgeschlossen, mit dem sein Team rund 16 Monate beschäftigt war

Die positiven Nachrichten erreichen die Stadt damit passend im großen Jubiläumsjahr „175 Jahre Moorbad, 125 Jahre Heilbad“. Die Feierlichkeiten hierzu mussten aber aufgrund der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben werden. Einer der Veranstaltungshöhepunkte ist die Ausstellung „Moor than a feeling!“, die bereits teilweise wieder geöffnet hat.

Gesamte Anerkennungsverfahren durchlaufen

„Es steckte wirklich viel Arbeit dahinter“, berichtet Jahn. Im Jahr 2018 wurde die Rezertifizierung neu aufgestellt. Zuvor mussten nur einzelne Punkte nachgewiesen werden. Doch seit dieser Änderung musste Bad Aibling das gesamte Anerkennungsverfahren durchlaufen.

„Es muss eine Vielzahl an Punkten dokumentiert sein, um nachzuweisen, dass eine Stadt als Kurort geeignet ist“, erklärt Jahn den Prozess, der im ganzen Jahr 2019 passiert ist. Kontrolliert wird das ganze vom Bayerischen Innenministerium. In Papierform sammelten sich so zwei volle Ordner an.

Infrastrukturelle Voraussetzungen

Ein wichtiger Punkt ist dabei der Nachweis der medizinischen Infrastruktur. Die ganze medizinische Leistungskette muss gegeben sein. Neben den Kliniken spielt dabei der Badearzt eine wichtige Rolle, der die Kur-Patienten untersucht und entscheidet, welche ortsgebundenen Hilfsmittel erhält. Im Fall von Bad Aibling ist dies das Moor, dessen Qualität ebenfalls nachgewiesen werden muss.

Des Weiteren ist eine kurörtliche Erscheinung eine weitere Voraussetzung. Neben dem Kurhaus muss es auch ein Gästehaus geben, das für die Zimmervermitttlung zuständig ist. Oder beispielsweise, dass die Rad- und Wanderwege ausgeschildert sind. „Es muss quasi sichergestellt werden, dass eine schöne Umgebung vorliegt, in der Patienten gesund werden können“, so Jahn.

Sechs Monate Luftmessungen

Ein großer und wichtiger Baustein des Verfahrens war aber die Dokumentation der Lufthygiene. An drei Standorten wurde über einen Zeitraum von sechs Monaten gemessen. „Wir liegen dabei weit unter den kritischen Werten. Selbst bei einzelnen Ausreißern bedingt durch das Wetter, liegen wir immer noch darunter“, erläutert der Kurdirektor. Die Messstationen waren im Kurpark, im Zentrum am Krieger-Denkmal und am Marienplatz für das Verkehrszentrum. Auch die Qualität des Trinkwassers musste nachgewiesen werden.

„In unserem Fall war es sogar ein Stück weit aufwendiger, da wir den Antrag für das gesamte Stadtgebiet gestellt haben“, berichtet Jahn. Zuvor zählten nur Bad Aibling, Harthausen und Zell zum Kurgebiet. Jetzt folgten auch die Ortsteile Berbling, Willing, Mitterham, Mietraching und Ellmosen.

jz

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