Tochter (17) will krebskranker Mama aus Bad Aibling helfen

"Sie denkt immer an alle anderen, bevor sie an sich selbst denkt..."

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Nach langer Leidenszeit wurde 2014 bei der 49-jährigen Mutter Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Ihre Tochter will ihr nun mit dem gesammelten Geld eine Freude machen.
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Bad Aibling - Zahlreiche Fehldiagnosen, schlimme Operationen und große Zukunftsängste: Eine Frau (49) aus Bad Aibling durchlebt derzeit die Hölle. Ihre Tochter Lea (17) möchte nun helfen und hat deshalb einen emotionalen Spendenaufruf gestartet:

Die 17-jährige Schülerin Lea S. meldete sich bei mangfall24.de mit einem emotionalen Aufruf. Bei ihrer Mutter wurde 2014 das follikuläre Schilddrüsenkarzinom diagnostiziert. Hierbei handelt es sich um eine seltene Form der Krebserkrankung. Neben dieser schlimmen Erkrankung schlägt sich die alleinerziehenden Mutter auch mit zahlreichen Ärztefehlern herum.

2004 begann die Leidenszeit der damals 34-Jährigen. Bei der Entfernung der Gallenblase kam es zu Komplikationen, woraufhin sie binnen zwölf Monaten vier Jobs kündigen musste. Zahlreiche Fehldiagnosen, falsche Behandlungen und falsche Medikamente folgten. Wie die Tochter beispielsweise berichtet, diagnostizierte ein Kardiologie fälschlicherweise bei ihrer Mutter einen Herzklappenfehler. Erst als sie andere Ärzte aufsuchte, sagten diese ihr, dass sie durch die starken Medikamente beinahe eine ebensolchen Herzklappenfehler hätte bekommen können.

Erst in einem Münchner Klinikum wurde der Krebs diagnostiziert

Als sie 2013 eine neue Ärztin aufsuchte, zeigte sich diese entsetzt über die ärztliche Behandlung der Mutter: "Was haben die bloß mit Ihnen gemacht?" 2014 entdeckten Ärzte in einem Münchner Klinikum zum ersten Mal, dass die Knoten in ihrem Hals auch Krebs sein könnten. Nachdem die Schilddrüse entfernt wurde, bestätigte sich dieser Verdacht. Fünf Tage später wurde ihr die nicht bösartige Lymphleiter herausgenommen.

Die darauf folgenden vier Jahre wurden von zahlreichen Operationen überschattet. So wurde ihr der Gebärmutterhals entfernt und zwei Lymphknoten. Aktuell hat sie 18 Knoten im Hals. Neben dem psychischen Auswirkungen hat die die Frau seitdem eine Schiefstellung des Schlüsselbeines, den linken Arm kann sie kaum bewegen und einen doppelter Bandscheibenvorfall.

Tochter: "Jede weitere Sorge raubt ihr einen Teil der Kraft"

Aufgrund der Krankheit kann die heute 49-Jährige nicht arbeiten und der Familie fehlt der finanzielle Rückhalt. Jede kleinste Rechnung bereitet ihnen Sorgen. Dabei geht es um den Kauf von Vitamine, zahlreiche Bluttests (etwa 400 bis 500 Euro), spezielle Nahrungsmittel und Autoreparaturen. Derzeit studiert die Mutter Event-Management, da sie in diesem Bereich im Home-Office arbeiten könnte. Die Tochter startete nun eine Crowdfunding-Aktion, um ihre Mutter mit dem Erlös an Weihnachten zu überraschen.

"Sie ist ein ausgesprochen gutherziger Mensch, denkt immer an alle anderen, bevor sie an sich selbst denkt. Ich würde ihr gerne wenigstens ein Teil des Pakets nehmen, denn jede weitere Sorge raubt ihr einen Teil der Kraft, die sie braucht, um gegen all das anzukämpfen. Deshalb bitte ich Sie um Hilfe", sagte Lea gegenüber mangfall24.de.

ma

Quelle: mangfall24.de

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