Nach E.-coli-Verunreinigung durch Dauerregen

Chlorung des Trinkwassers in Bad Aibling beendet

Trinkwasser Leitungswasser Symbolbild
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Trinkwasser Leitungswasser Symbolbild

Bad Aibling - Wegen einer Verunreinigung im Trinkwasser gilt derzeit eine Abkochverfügung in Bad Aibling. mangfall24.de hat bei den Stadtwerken nachgefragt, wie der aktuelle Stand ist.

Update, 8. September - Chlorung des Trinkwassers aufgehoben

Wie Stefan Barber, Werkleiter der Stadtwerke Bad Aibling, mitteilt, wurde die Chlorung des Trinkwassernetzes in Bad Aibling wieder aufgehoben. Alle seit dem 14. August genommenen Wasserproben seien einwandfrei gewesen. Jedoch könne es noch einige Tage dauern, bis an allen Abnahmestellen kein Chlorgeruch mehr wahrnehmbar sei.

Die Überschreitung der Grenzwerte hing wohl mit dem Starkregen Anfang August zusammen, an einem Hochbehälter sei eine Belastung festgestellt worden, so Barber. Die Stadtwerke Bad Aibling würden aufgrund dieser Erfahrung technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen, damit künftige Starkregen-Ereignisse in Zukunft möglichst keine Auswirkungen auf die Qualität des Trinkwassers haben werden.

Erstmeldung, 14. August

Seit Mittwoch, den 12. August muss das Trinkwasser in Bad Aibling abgekocht werden, weil bei einer Kontrolle Verunreinigungen festgestellt wurden.

Auf Nachfrage von mangfall24.de berichtet Stefan Barber, der Werkleiter der Stadtwerke Bad Aibling, dass seit Donnerstag, den 13.. August das Wassernetz gechlort wird. Sobald die vorgeschriebene Chlorkonzentration von 0,1 Milligramm pro Liter erreicht sei, könne die Abkochverfügung aufgehoben werden. Damit sei aber nicht vor Anfang nächster Woche zu rechnen.

Bei der Verunreinigung handle es sich um einen E.-coli (Escherichia coli). Dieser sei ein Indikator dafür dass Oberflächenwasser durchgedrungen ist in die unteren Schichten.

Bei einer routinemäßigen Kontrolle der Trinkwasserqualität im Netz der Stadtwerke wurde an einer Stelle, konkret an einem Hochbehälter, eine geringe Überschreitung eines Grenzwertes gefunden. Die anderen Wasserproben waren zwar unauffällig, vorsichtshalber muss das Trinkwasser aber trotzdem abgekocht werden.

Als Grund für die Verunreinigung vermutet das Wasserwerk den Starkregen der vergangenen Woche „Bei Hochwasser bzw. bei Starkregenereignissen besteht grundsätzlich die Gefahr, dass oberflächennahes Wasser in die grundwasserführenden Schichten eindringen und es daher zu Verunreinigungen kommen kann", erklärten die Stadtwerke am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Das Wasser darf nur abgekocht getrunken, zur Essenszubereitung verwendet, zum Reinigen von Lebensmitteln, zum Spülen von Geräten zur Aufbewahrung oder zur Behandlung von Lebensmitteln verwendet werden. Das gilt für das Stadtgebiet Bad Aibling und den Wasserbeschaffungsverband Jarezöd bis das Ergebnis einer Nachprobe feststeht.

jv

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