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Zum internationalen „Tag des Sports“

Wie sportlich ist Bad Aibling? Welche Rolle Bewegung und Fitness in der Kurstadt spielt

Die „Sparkles“ des Tus Bad Aibling präsentieren sich auf dem Eis.
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Die „Sparkles“ des Tus Bad Aibling präsentieren sich auf dem Eis.

Am 6. April wird der internationale „Tag des Sports“ begangen. Doch wie geht es den Sportvereinen in Bad Aibling eigentlich? Wie die Vereine den Standort Bad Aibling einschätzen und ob der Bürgermeister eigentlich noch Zeit für Bewegung hat.

Bad Aibling – An diesem Mittwoch wird der internationale „Tag des Sports“ begangen. Grund genug mal nachzuhören, welche Bedeutung Sport eigentlich für die Stadt Bad Aibling hat. Laut Bürgermeister Stephan Schlier ist Bad Aibling „nicht nur eine Kur- und Gesundheitsstadt, sondern auch eine Sportstadt“. Hier gebe es unheimlich viele Sportangebote. „Und das Besondere ist: Es geht vom Breitensport bis zum Spitzensport“, so Schlier. Als erfolgreiche Beispiele nennt er etwa den Skiclub oder die Basketballerinnen, die zwischenzeitlich in der 1. Bundesliga spielten. „Was mich aber besonders beeindruckt, ist die hervorragende Nachwuchsarbeit in Bad Aibling“, sagt der Bürgermeister. Beispielsweise EHC, DLRG oder der Turn- und Sportverein (TuS) leisteten tolle Arbeit für den Nachwuchs.

Hat der Bürgermeister Zeit für Sport?

Deshalb mache er sich auch keine Sorgen, dass die Corona-Pandemie für einen immensen Rückgang der sportlichen Beteiligung geführt habe. „Ich denke sogar, dass ein gegenteiliger Effekt eintreten könnte“, sagt Schlier. Demnach hätten viele Menschen nach den Monaten der Einschränkung großes Interesse an Bewegung und sozialen Kontakten. Und wie viel Zeit bleibt eigentlich einem Bürgermeister für Sport? „Es ist deutlich weniger Zeit als früher“, gibt Schlier zu. Vor seiner Zeit als Rathauschef sei er selber „sehr aktiv“ gewesen, hatte selbst etwa Kinder beim Schwimmtraining betreut. „Für regelmäßigen Sport fehlt diese Zeit nun leider oftmals.“ Wenn möglich versuche Schlier aber immer wieder aufs Rad zu steigen oder eine Bergwanderung zu machen.

Doch auch wenn der Bürgermeister selbst nicht viel Zeit für Sport hat, so ist die Stadt mit Sportangeboten breit aufgestellt. Zu den großen Aiblinger Vereinen zählt etwa der Skiclub Bad Aibling. „Eigentlich möchten wir vom Skiclub Bad Aibling ja jeden Tag des Jahres zu einem ‚Tag des Sports‘ zu machen“, sagt Tom Priermeier, Vorsitzender Vorstand des Skiclubs. Nachdem man am vergangenen Wochenende die letzten Skirennen dieser Saison hatte, stehe der offizielle Tag des Sports nun „tatsächlich eher unter dem Motto des Genießens und der Rückschau auf einen Winter voller toller, gemeinsamer Sport-Momente im Verein“. Während der Wettkampf-Saison hatte man kaum Zeit, die zahlreichen Medaillen und „Stockerlplätze“ unserer Athleten auch gebührend zu feiern, sagt Priermeier. Für ihn sind die Bedingungen in Bad Aibling sehr gut.

„Wir haben die Berge vor der Haustür“

„Wir haben die Berge vor der Haustür, können die Turnhallen im Stadtgebiet nutzen und betreiben ja in Harthausen unsere vereinseigene ‚Dirt Jump‘ Anlage“, so der Vorsitzende. Besonders dankbar sei er jedoch für die „breite Bereitschaft der Aiblinger, uns zu unterstützen“. Wenn man die Athleten Möglichkeiten zum Trainieren brauche, beispielsweise um auf einem Parkplatz Athletik- und Skate-Training anzubieten, dann finde sich immer ein Unternehmen oder ein öffentlicher Träger, der hierfür Flächen zur Verfügung stelle.

Mike Achitpol, Kemal Jacklowsky und Carlos Kurzer (von links) vom DFI.

„Sportlich sind die Aiblinger auf alle Fälle“, betont Priermeier. Da brauche man nur einen Blick auf die Trainingsgruppen werfen: „Da ist vom vierjährigen Ski-Zwergerl bis zur 80-jährigen Ski-Oma alles dabei“, so Priermeier. Dennoch habe Corona schon einen „herben Einschnitt in unser Vereinsleben“ bedeutet, was man mit Online-Training und Training in Kleingruppen auffangen konnte. Der Skiclub Bad Aibling habe aktuell wieder eine sehr große Gruppe an „Aktiven“. Man konnte zuletzt einen deutlichen Zulauf verzeichnen. „Besonders freut es uns auch, dass wir es in den letzten Jahren geschafft haben, viele Kinder für unseren Sport zu begeistern und zu bewegen“, so Priermeier.

Jeder Tag ist „Tag des Sports“

Wie gut sich der Standort Bad Aibling für Sporteinrichtungen eignet, kann Andreas Herbst, Leiter des Deutschen Fußball Internats (DFI), noch nicht gleichermaßen beurteile. Er selbst arbeitet erst seit einigen Monaten hier. Zum Tag des Sports sagt er: „Für uns spielt der Termin eigentlich keine Rolle, für uns ist jeder Tag ein ‘Tag des Sports‘. Man profitiere hier von der Dichte an Sporteinrichtungen, kooperiere beispielsweise mit der TuS-Fußballabteilung. „Es gibt also immer wieder Möglichkeiten, sich auszutauschen“, so Herbst.

Lina Hüsgen vom Skiclub Bad Aibling beim Sommertraining.

Dennoch vermutet er hierzulande grundsätzlich schon einen gewissen Rückgang an Sportvereinsmitgliedschaften. Dies könne zum einen an der Corona-Pandemie liegen, da sich die Menschen in dieser Zeit deutlich häufiger zuhause aufhielten. Zum anderen vermutet der ehemalige Lehrer, dass sich Eltern heute seltener als früher dazu entscheiden, ihr Kind in einem Sportverein anzumelden. „Der Druck auf Schüler ist vermutlich schon größer als früher“, so Herbst. Hinzu komme, dass das Ehrenamt generell weniger werde. „Wenn ich beispielsweise weniger gute ehrenamtliche Trainer habe, dann haben natürlich auch weniger junge Leute Lust darauf, Fußball zu spielen.“

Sportreferent: Stadt ist gut aufgestellt

Im Vergleich zum ansteigenden Trend der Vorjahre sind die Mitgliederzahlen beim Turn- und Sportverein Bad Aibling (TuS) indes leicht gesunken. Wie der Verein auf Nachfrage mitteilte, sei die Beteiligung der Mitglieder an den Trainings, die coronabedingt abgehalten werden konnten, jeodch „sehr hoch“ gewesen. Auch wenn es an ausreichend Sportanlagen fehle, schätze man die Bevölkerung Bad Aiblings grundsätzlich als „sehr sportlich“ ein.

Und wie beurteilt der Sportreferent der Stadt die Situation? Laut Erwin Kühnel verfüge man zwar nicht über eine genaue Übersicht, er rechnet jedoch mit rund 40 Vereinen, die dem Bereich Sport zugeordnet werden können. Alleine Skiclub, Tus und Alpenverein kämen dabei schon auf mehrere tausend Mitglieder. Hinzu kämen etliche Mitglieder aus kleineren Vereinen. Und davon gebe es, so Kühnel, ein „großes Sammelsurium“ in Bad Aibling. „Vom Square Dance bis zum Fischerverein.“ Die Stadt fühle sich gut aufgestellt. „Besonders stolz sind wir dabei auf die tolle Nachwuchsarbeit“, so Kühnel.

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