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Ein Mekka für verrückte Bikes

Das war „UnSeriös“: In Bad Aibling trafen sich hunderte Biker mit außergewöhnlichen Motorrädern

Auf seiner umgebauten 355 PS-starken Boss Hoss reitet Stephan Kubitscheck an den Zuschauern vorbei. Strim
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Auf seiner umgebauten 355 PS-starken Boss Hoss reitet Stephan Kubitscheck an den Zuschauern vorbei. Strim

Erneut lockte die Aiblinger Veranstaltung „UnSeriös“ hunderte Biker an, die ihre Unikate der Marke „Eigenbau“ oder penibel frisierte und polierte Oldtimer der Öffentlichkeit präsentierten. Was dabei alles geboten wurde und warum es die Fahrzeuge nicht in einem seriösen Geschäft zu kaufen gibt.

Bad Aibling – Die Veranstaltung „UnSeriös – das außergewöhnliche Motorradtreffen“ vom AMC Bad Aibling wurde erneut zu einem erfolgreichen Event, über das sich Mitglieder und Verantwortliche, wie die Brüder Benno, Stefan und Andi Singer, heuer freuen durften.

Vor allem waren es die gut 300 Biker, die ihre Unikate der Marke „Eigenbau“ oder penibel frisierte und polierte Oldtimer der Öffentlichkeit präsentierten. Aber auch die vielen hunderte Besucher, die das Trainingsgelände des AMC Bad Aibling auf der ehemaligen US-Base regelrecht belagerten, ließen die Herzen der Organisatoren und Helfer höher schlagen.

Geschraubt von Hobbymechanikern

Das Interesse galt jenen Vehikeln, welche Hobby- und Freizeitmechaniker in den vergangenen Monaten und sogar Jahren zusammenschraubten und fahrbare Untersätze kreierten. Zu finden sind etwa die Motorräder und Mopeds und vieles, was mit Motor, Rahmen und Fahrersitz ausgestattet wurde, in keinem seriösen Geschäft oder Laden, sondern eher in Garagen oder Schuppen.

Wie manche Aussteller sich leise äußerten, bedurfte es bei manchem fahrbaren Untersatz längerer und umfangreicher Gespräche mit dem TÜV, diesen auch im öffentlichen Straßenverkehr nutzen zu dürfen.

Einige Aussteller stellten ihr spezielles Einzelstück auf einen Anhänger und karrten ihn nach Mietraching, um sich mit Gleichgesinnten zu treffen. Zu ihnen gehörte Gerhard Wingen aus Wiechs (Bad Feilnbach), der seinen 6-PS-starken „Deutz-Diesel Racer“ zur Schau stellte. Eine Fahrerlaubnis dagegen erkämpften sich Anna und Bertl Moser aus Lenggries für ihren Prototyp „DKW RT 250-Sport“, Baujahr 1954.

Eigens aus Regensburg kam Conny Folger mit ihrer umgebauten Harley-Ratte „Erna“ nach Bad Aibling zu den absolut „Unseriösen“.

Conny Folger steuerte ebenfalls ihre Harley „Erna“ als umgebaute „Ratte“ aus Regensburg nach Bad Aibling, um als „Verrückte“ unter „Verrückten“ sein zu dürfen. Einige Exemplaren waren nicht nur zum Bestaunen auf dem Stellplatz postiert, sondern durften auf einer speziell eingerichteten Kurzrennstrecke ordentlich Musik aus ihren Auspuffen abrocken lassen. Selbstverständlich mit entsprechender Duftmarke nach verbranntem Benzin, von der ein Elektromobil nur träumen darf, wie sich Stefan Singer in einer Vorstellung äußerte.

355 PS – 5,7 Liter Chevrolet-Motor

Mit derartiger Soundmaschine in Form einer 355 PS starken „Boss Hoss“, angetrieben von einem 5,7 Liter Chevrolet-Motor, kam Stephan Kubitscheck aus Ismaning angereist. Eine Augenweide mit spritzigem Format war das Gespann von Benno Delling und Karin Machatescek aus Trößling in der Nähe von Seefeld am Ammersee.

Akzente setzen wollte Benno Delling aus Tößling in seinem „Board Trecker“ im Gespräch mit Stefan Singer (rechts) vom AMC Bad Aibling.

Der Steilwandfahrer hatte einen „Board Trekker“ der Marke „Eigenbau“, angetrieben von einem 1000 Kubikzentimeter Harley-Motor aus dem Jahre 1920 mitgebracht, an dem sich zusätzlich ein Moped als Anhänger befand.

Wie der gelernte Werkzeugbauer beschrieb, habe er für das 80 PS leistende Gefährt mit einem 900 Kubikzentimeter starken Jamaha-Motor nur vier Monaten für den Zusammenbau benötigt. Stolz, sein absolutes Unikat hauptsächlich in Bad Aibling der Öffentlichkeit präsentieren zu können, war Werner Kaster aus Rupolding, der sein leicht aussehendes Moped, ausgestattet mit einem 4 PS-Simson-Motor vor den Augen der zahlreichen Zuschauer beschleunigte.

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