Bub entwirft seine eigene Handprothese

Eine Hand aus dem 3D-Drucker: Aiblinger helfen einem Jungen

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Die Hand für Lukas aus dem 3D-Drucker
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Bad Aibling - Die Bad Aiblinger Nico und Michaela Maurer haben eine Leidenschaft für 3D-Druck und haben sich damit selbstständig gemacht. Jetzt konnten Sie auch einem Jungen helfen und ihm eine neue Hand schenken.

Die Hand ist dem Menschen ein wichtiges Werkzeug. Er kann mit ihr Gegenstände greifen und festhalten, sie einsetzen und damit nutzbar machen. Aber auch im Rahmen der Gestik kommt der Hand eine große Bedeutung zu: sie zeigt Emotionen an. Umso wichtiger ist es, entsprechende Prothesen so zu entwickeln, dass möglichst wenige dieser Fähigkeiten verloren gehen. Das haben zwei Bad Aiblinger in Zusammenarbeit mit einem Jungen getan. Die Geschichte dahinter:

Lukas aus Bad Aibling hat wegen einer pränatalen Fehlbildung seit seiner Geburt an der rechten Hand nur kurze bis gar keine Finger. Er hat sein Schicksal deshalb nun sprichwörtlich selbst "in die Hand genommen" und im Rahmen eines Schulprojekte seine eigene Handprothese entworfen. Am Computer erstellte Lukas eine CAD-Zeichnung der einzelnen Prothesenfinger. Um die Prothese schließlich zu verwirklichen, hat er sich an die Bad Aiblinger Firma 3ddrucknm von Nico und seiner Frau Michaela Maurer gewendet. Die zögerten nicht lange und haben für Lukas die Prothese im 3D-Drucker gefertigt.

"Wir haben die Herausforderung sehr gerne angenommen"

Fast ein Jahr arbeiteten Michaela und Nico an der Prothese

Mit ihren eigenen Maschinen können die Aiblinger alles Mögliche herstellen - von dekorativen Objekten bis hin zu Alltagsgegenständen - und eben auch Prothesen. Theoretisch könnten die Beiden jede Art von Prothesen drucken. "Wir machen normalerweise keine Prothesen, unser Hauptgeschäft sind Prototypen, Modelle, beleuchtete Bilder, teilweise Schmuck und CAD-Zeichnungen. Eigentlich alles, was der Kunde sich wünscht", sagt Michaela Maurer. "Aber um dem Jungen zu helfen, haben wir die Herausforderung sehr gerne angenommen." Und das mit Erfolg. Im Juli dieses Jahres wurde die Hand fertig und Lukas kann sie nun als Alltagshelfer einsetzen.

Die Hand aus dem 3D-Drucker

Zusammen mit Lukas haben wir fast ein Jahr daran gearbeitet, bis die Prothese perfekt gepasst hat", erzählt Michaela weiter. "Wir haben das auf unsere Kosten gemacht, um Lukas etwas zu schenken." Das Material hat ein befreundeter Händler gespendet. 

Quelle: mangfall24.de

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