Bad Aibling will Flüchtlingsbetreuung weiter vorantreiben

Schwaller: "Ein Ehrenamtlicher pro Flüchtling"

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Bad Aibling - Nachdem in der Mangfall-Stadt wieder Ruhe um die Errichtung der Flüchtlings-Container eingekehrt ist, will Bürgermeister Schwaller in Sachen Betreuung künftig wieder Vorreiter sein:

Knapp zwei Monate ist das Machtwort von Landrat Wolfgang Berthaler im Bad Aiblinger Stadtrat nun her. In der April-Sitzung des Gremiums an der Mangfall hatte Berthaler den Stadträtinnen und Stadträten die Misere des Landkreises ausführlich dargestellt. Mitte Juli sollen nun schließlich 199 Asylbewerber in der Turnhalle des Gymnasiums untergebracht werden. Im Rahmen einer Veranstaltung im Kursaal hatten Landrat und Bürgermeister die Ankunft bereits wiederholt zur Sprache gebracht. Bürgermeister Felix Schwaller rief in der Juli-Sitzung deshalb die Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf und stellte den Kreis Migration vor, der federführend bei der Bewältigung der anfallenden Herausforderungen mithelfen soll.

Im Mai 2014 von Irene Durukan, der Vorsitzenden des Trägervereins "Mut & Courage Bad Aibling" ins Leben gerufen, wird der Verein seit September 2014 von Petra Mareis und Sissi Zinner-Knarr geleitet. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. Das Hauptaugenmerk der Vereinigung liegt dabei auf der Betreuung der Neuankömmlinge. Man wolle die Flüchtlinge an der Mangfall willkommen heißen und ihnen den Einstieg in den deutschen Alltag so leicht wie möglich gestalten.

Bad Aibling rüstet sich auf den Ansturm

Mit 50 bis 60 Personen aus allen beruflichen Bereichen, vom Studenten bis zum Rentner, habe der Verein bis heute schon eine beachtliche Größe erreicht, so Bürgermeister Felix Schwaller. Um die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen, hat Schwaller entschieden, dem Verein ein Büro im Rathaus am Marienplatz zur Verfügung zu stellen.

"Wir hatten hier die Möglichkeit, eine zentrale Anlaufstelle für alle einzurichten, die von diesem Thema betroffen sind", erklärt Schwaller. Flüchtlinge, genauso wie Interessierte Bürger, die helfen möchten, so der Bürgermeister. Doch Schwaller geht noch einen Schritt weiter, zumindest was das Betreuungsverhältnis angeht: "Unser Ziel ist es, jedem Asylbewerber einen Ehrenamtlichen an die Seite zu stellen!" erklärt er im Gespräch mit rosenheim24.de.

Um die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter voranzutreiben und auch neue Freiwillige für den Helferkreis Migration zu gewinnen, veranstaltet das Rathaus am 10.Juli ab 18 Uhr am Marienplatz einen Informationsabend rund um das Thema "Flüchtlinge und ehrenamtliches Engagement".

Rubriklistenbild: © pa/CSU Bad Aibling

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