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Suche dauert bereits drei Jahre

Kein Signal für Behördensatellit: Immer noch kein Standort in Bad Aibling in Sicht

Die Stadt Bad Aibling ist nach wie vor als Standort für einen Behördensatellit vorgesehen. Die Suche nach einem geeigneten Objekt läuft weiter.
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Die Stadt Bad Aibling ist nach wie vor als Standort für einen Behördensatellit vorgesehen. Die Suche nach einem geeigneten Objekt läuft weiter.

Groß war die Freude in Bad Aibling, als die Staatsregierung im Oktober 2018 die Errichtung eines sogenannten Behördensatelliten in der Stadt bekanntgab. Ein Standort ist auch nach gut drei Jahren nicht gefunden. Wie es nun weitergeht.

Bad Aibling – Das Interesse von Bürgermeister Stephan Schlier ist nach wie vor ungebrochen. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn ein Behördensatellit in unserer Stadt bald Wirklichkeit würde. Er wäre auf jeden Fall eine Erleichterung für Pendler aus Bad Aibling und seinem näheren Umfeld“, sagt der Rathauschef. Mit der Suche nach einem geeigneten Objekt hat die Staatsregierung die Immobiliengesellschaft des Freistaates (IMBY) beauftragt, die allerdings noch immer keine Vollzugsmeldung präsentieren kann.

Das ehemalige Amtsgerichtsgebäude, von der Stadt als Standort favorisiert, schied frühzeitig aus dem Rennen aus – unter anderem wegen fehlender Barrierefreiheit. Zeigte sich IMBY-Geschäftsführer Dieter Knauer zunächst dennoch zuversichtlich, bereits im Herbst 2020 einen Mietvertrag für ein geeignetes Objekt unterzeichnen zu können, gab er sich im Vorjahr bereits deutlich zurückhaltender. Da war die IMBY nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen an einem ehemaligen Firmengebäude in der Rennbahnstraße interessiert, letztlich kam es aber zu keiner Einigung mit dem Vermieter.

Das Gebäude, in dem früher das Amtsgericht untergebracht war, hat sich als ungeeignet für eine solche Einrichtung erwiesen.

Details dazu möchte Knauer nicht nennen. „Aus Datenschutzgründen und Diskretion gegenüber dem Anbieter“, wie er betont. Der Geschäftsführer versichert aber, die IMBY suche weiter nach einem geeigneten Objekt in der Kurstadt.

Es sollte etwa 300 bis 350 Quadratmeter Bürofläche aufweisen und Platz für circa 20 Arbeitsplätze bieten. Barrierefreiheit ist eine wichtige Voraussetzung für das Objekt, das für diesen Zweck in Frage kommt. Bayerns Finanzminister Albert Füracker sieht in einem Behördensatellit eine Anlehnung an das Vorbild der Wirtschaft, wo sogenannte „Coworking Spaces“ an Beliebtheit gewonnen hätten. Darunter versteht man Zentren mit Arbeitsplätzen für Menschen mit unterschiedlichsten Beschäftigungen.

Mehr als 50 Kilometer zum Dienstsitz

In einem Behördensatellit sollen laut Ministerium Bedienstete aus allen Geschäftsbereichen, Verwaltungs- und Hierarchieebenen mit Anfahrtswegen von mehr als 50 Kilometern zu ihren Dienstsitzen in München, Nürnberg und Regensburg zeitgemäße Arbeitsplätze erhalten, die ihnen tageweise zur Verfügung stehen. Die Satelliten seien keine eigenen Dienststellen, sondern lediglich Orte, an denen die Bediensteten arbeiten könnten, sofern ihre Tätigkeit einen Einsatz außerhalb ihrer eigentlichen Dienststelle zulasse.

Die Stadt Bad Aibling hält laut Bürgermeister Stephan Schlier an ihrer Zusage fest, dem Freistaat weiter bei der Suche nach einem geeigneten Objekt behilflich zu sein. Schlier glaubt aber, dass man sich mit Blick auf die Anforderungem, die so ein Gebäude erfüllen muss, auf „Neubaustandard“ konzentrieren muss. Und er vermutet, dass Corona den Druck bei der Objektsuche ein wenig aus dem Kessel genommen habe, da sich zahlreiche Bedienstete pandemiebedingt eh im Homeoffice befänden. „Mein Eindruck ist schon, dass nach wie vor nach einem Objekt gesucht wird. Die Notwendigkeit, rasch etwas finden zu müssen, scheint mir im Moment aber nicht so groß zu sein.“

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