Lieferzone bleibt der Knackpunkt

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Die Einmündung der Irlachstraße zum Marienplatz wird nach Westen verlegt. Der Moorexpress kann den Planern zufolge halten, ohne den Verkehr zu behindern. Daneben wird Platz für eine Lieferzone geschaffen. Problematisch werten Anlieger allerdings die beiden Bäume (rechts): Der Platz werde als Lieferbereich für größere Lkw benötigt.

Bad Aibling - Im Zentrum wird gebaut. Für Geschäfte kann es deswegen zu Problemen kommen: Den großen Lieferfahrzeuge, die dreimal pro Woche Waren anliefern, wird's zu eng.

Zu eng wird's durch die Zentrumsneugestaltung nach momentanem Stand der Planungen für Geschäfte im Bereich Irlachstraße/Marienplatz. Knackpunkt sind die großen Lieferfahrzeuge, die dort mindestens dreimal pro Woche Waren anliefern: Wenn künftig die Fahrbahn schmaler wird und zwei neue Bäume im Gehwegbereich hinzukommen, können diese Lkw nicht mehr wie bisher am Fahrbahnrand halten, ohne den nachfließenden Verkehr zu behindern. Die Planer befassen sich nun noch einmal mit dieser Problematik.

Nicht so glücklich mit der Verlagerung des Einmündungsbereichs Irlachstraße/Marienplatz nach Westen hatten sich die Aiblinger Kommunalpolitiker schon in den vergangenen Wochen gezeigt. Dass diese Maßnahme jedoch unumgänglich ist, begründeten die Planer in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses erneut mit dem erforderlichen Mindestabstand des neuen Mini-Kreisverkehrs an der Ecke Marienplatz/Rosenheimer Straße zur nächsten Einmündung. Bei einer Gegenstimme bewilligte der Ausschuss dann die Verlagerung.

Für die größeren Transporter ist die Irlachstraße Anliegern zufolge aber zu eng. Diese Fahrzeuge müssten zwingend von der Münchner Straße oder der Kirchzeile her kommend die Läden anfahren, schilderten einige Geschäftsleute im Verlauf der gut besuchten Sitzung. Sie baten darum, auf wenigstens einen der an dieser Stelle geplanten Bäume sowie eine festmontierte Sitzbank an der Fahrbahn zum Marienplatz zu verzichten, damit die Fahrer auch weiterhin dort die Paletten ausladen können. Bauamtsleiter Andreas Krämer gab zu bedenken, dass man bei der geforderten Lieferzonen-Lösung auf beide Bäume verzichten müsste.

Diesbezüglich äußerten einige Ausschussmitglieder allerdings Bedenken angesichts der Erfahrungen im Einbahnstraßenbereich der Rosenheimer Straße. Wie berichtet, werden dort die Ladezonen immer wieder von Falschparkern missbraucht. Die Planer versprachen, sich über diese Situation noch einmal Gedanken zu machen und sich um Optimierung zu bemühen. Auch Bürgermeister Felix Schwaller versprach ein offenes Ohr für die Anliegen einzelner Anwohner.

In der Irlachstraße selbst wird es für den Moorexpress möglich sein, kurz vor der Einmündung so zu halten, dass der fließende Verkehr ungehindert an dem Bus vorbeifahren kann, versicherten die Planer. Zugleich stellten sie eine Variante für einen Lieferbereich rechts von der Fahrbahn vor, der von den Lieferfahrzeugen in der gängigen Größe genutzt werden kann.

Derzeit halten Lieferfahrzeuge am Marienplatz Richtung Rosenheimer Straße am Fahrbahnrand. Nach derzeitigen Planungen wäre dazu künftig kein Platz mehr. Die Planer arbeiten an einer Lösung.

Bereits überprüft hatten die Planer den Bereich der Kirchzeile auf Höhe der Einmündung der Straße "An der Waage". Dort hatte man die Straßenbreite ursprünglich aufgrund der sogenannten Lkw-Schleppkurven ermittelt und war zu dem Schluss gekommen, dass zwei Bäume wegfallen und ein Schaltschrank versetzt werden müsste. Der Stadtrat hatte darum gebeten, diese Situation noch einmal zu überdenken. Der Verkehrsplaner habe nun noch einmal untersucht, wie die Lkw "um die Kurve" kommen könnten und habe die Straßenführung so angepasst, dass die bestehenden Bäume - rund 1,20 Meter von der Fahrbahn weg - erhalten bleiben können. Diese Lösung befürwortete der Ausschuss einstimmig.

Eva Langwieder/Mangfall-Bote

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