Einweihung am Mittwoch

Das Aiblinger Schulzentrum bekommt die Max-Mannheimer-Straße

Bad Aibling - Am Mittwoch, den 26. Juli 2017, um 16:00 Uhr, findet auf dem Gelände des Schulzentrums die feierliche Namensgebung der Straße zu Ehren Max Mannheimers statt.

Der Stadtrat von Bad Aibling trägt sich mit der Absicht, dem erst vor einigen Monaten verstorbenen Herrn Max Mannheimer mit einer nach ihm benannten Straße zu ehren.

Nach einiger Diskussion im Stadtrat einigte man sich darauf, dass die Max-Mannheimer-Straße künftig das Schulzentrum erschließen soll, in Gedenken an den Holocaust-Überlebenden. Diese Straße wird nun am Mittwochnachmittag eingeweiht.

Max Mannheimer wurde im Jahr 1943 als deutsch-jüdischer Kaufmanns-Sohn in das damalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, zusammen mit seiner Familie, deportiert. Nach dem Weitertransport in die Lager in Warschau und Dachau, überlebte Mannheimer nach der Befreiung durch die Amerikaner in Tutzing den Holocaust. Bis zu seinem Tod im Jahr 2016 lebte der Kaufmann, Maler und Autor in München.

Um das Andenken an den ehemaligen Präsidenten der Lagergemeinschaft Dachau und Vizepräsidenten des Internationalen Dachau-Komitees zu ehren, entschied sich der Aiblinger Stadtrat, eine Straße nach Max Mannheimer zu benennen.

Der Hintergrund

Der Aiblinger Bauverwaltung lagen als Vorschläge für die neue Erschließungsstraße zwischen Lindenstraße und Maximiliansplatz, „Maximiliansstraße“, „Alexander-Lion-Straße“ und „Martin-Gärtner-Straße“ vor. Da dies jedoch keinen großen Zuspruch fand, kam man im Rahmen der Aiblinger Kulturtage 2016 auf Max Mannheimer.

Dieser hätte dort eigentlich eine Lesung halten sollen, aus gesundheitlichen Gründen, musste er sie allerdings absagen. Am 23. September 2016 verstarb der 96-Jährige dann in einer Münchner Klinik.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Andreas Geber

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