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Prozess um Zugunglück von Bad Aibling

Zeuge: "Zweimal hintereinander Ersatzsignal, das machte mich stutzig"

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Bad Aibling/Traunstein - Am Montag wurde die Verhandlung gegen den 40-jährigen Fahrdienstleiter des Zugunglücks von Bad Aibling weiter fortgesetzt. Ein Kollege, der am Unglückstag in einem der Züge saß, sagte aus:

++ Live-Ticker vom Prozess Zugunglück Bad Aibling ++

>> Themenseite Zugunglück von Bad Abiling << 

Als erster Zeuge sagte am vierten Verhandlungstag um das Zugunglück von Bad Aibling am Montag ein Kollege des Angeklagten Michael P. aus. Er berichtet von seinen Eindrücken am Morgen des Unglückstages:

Nachdem er in den Zug, wie beinahe jeden Morgen, eingestiegen war, sah er auch schon von seinem Platz aus das Signal ZS1. "Ich habe deutlich gesehen, dass das Signal geleuchtet hat", so der Zeuge. Beim Einsteigen habe er das Leuchtsignal noch nicht gesehen. Gedacht habe er sich dabei noch nichts. Es könne schließlich auch mit der Sturmwarnung in Zusammenhang gestanden sein. Beim Halt an der nächsten Station, im Kurpark Bad Aibling, habe er das Signal wieder gesehen. "Zweimal hintereinander Ersatzsignal, das machte mich etwas stutzig. (...) Ich fahre seit 20 Jahren auf der Strecke, da kam es noch nie zu dem Signal", erklärt der Zeuge auf Nachfrage des Richters.

Beim Unfall selbst wurde der Zeuge rund fünf Meter durch den Zug geschleudert. Er habe eine schwere Brustprellung davongetragen. Über einen längeren Zeitraum habe er deswegen Schmerzmittel nehmen müssen. Ein Schienen-Fahrzeug darf der 57-Jährige derzeit noch nicht führen, der psychologische Dienst gab ihm noch keine Freigabe.

Auf Nachfrage der Verteidigung gab der Zeuge an, dass der Zug vor dem Zusammenprall nicht gebremst habe. Auf einem detailierten Plan des Zuges lässt sich die Staatsanwaltschaft den genauen Sitzplatz des Zeugen zeigen. Nachdem die Prozessbeteiligten keine Fragen mehr an den Zeugen haben, wird der Zugführer aus dem Zeugenstand entlassen.

sl/mh

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