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„Bibliothek der Dinge“: Neues Angebot der Stadtbücherei

Von der Ukulele bis zur Slackline: Aibling verleiht Gegenstände, die sich nicht jeder leisten kann

Freuen sich auf künftige Ausleihen von Dingen, statt nur von Medien (von links): Die Bücherei-Mitarbeiterinnen Sibylle Meißner, Leiterin Hiltrud Braun und Dorothee von Beerfelde.
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Freuen sich auf künftige Ausleihen von Dingen, statt nur von Medien (von links): Die Bücherei-Mitarbeiterinnen Sibylle Meißner, Leiterin Hiltrud Braun und Dorothee von Beerfelde.

Im Sinne der Nachhaltigkeit soll die „Bibliothek der Dinge“ das Ausleihen von Alltagsgegenständen ermöglichen, die nicht ständig, sondern nur zu bestimmten Anlässen benötigt werden. Von diesem Projekt zeigt sich auch der Aiblinger Stadtrat überzeugt. Wie der Verleih funktioniert und was neben Diascannern und einer Ukulele noch verleihbar ist.

Bad Aibling – Als ein „recht interessantes Vorhaben“ und eine „rund um positive Sache“ bezeichnete Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) die neue Facette, die die Stadtbücherei von nun an bereichern soll. Die Rede ist von der „Bibliothek der Dinge“, die seit 1. Juli offiziell in Bad Aibling eröffnet wurde und die das bisherige Angebot – weit über Bücher und CDs hinaus – erweitern wird. Doch was ist die „Bibliothek der Dinge“?

Auch eine Slackline ist in der „Bibliothek der Dinge“ ausleihbar (Symbolbild).

„Wer leiht, wirft weniger weg“

Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens soll sie das Ausleihen von Alltagsgegenständen ermöglichen, die nicht ständig, sondern nur zu bestimmten Anlässen oder zum Ausprobieren benötigt werden. Dies stellte die Bücherei-Leiterin Hiltrud Braun während der jüngsten Stadtratssitzung vor. „Wer leiht, wirft weniger weg“, sagte Braun zunächst hinsichtlich des Umweltgedankens.

Dies gelte gerade für Gegenstände, die man nicht ständig braucht. Beispiele hierfür seien E-Book-Reader, Tiptoi-Stift, Tonie-Boxen oder Kopfhörer. Aber auch Diascanner, Laminiergeräte, VR-Brille oder Sofortbildkameras gehörten dazu. So sollen auch Menschen spezielle Gegenstände nutzen können, die sie sich im Normalfall gar nicht leisten können oder wollen. Die Stadtbücherei will mit einer kleinen „Bibliothek der Dinge“ den Bibliotheksbestand insgesamt erweitern. Und das zunächst mit einem Gesamtumfang von rund 2000 Euro. Mit einem Zuschuss von 600 Euro wird das Projekt von der Landesfachstelle München gefördert. Auch der Förderverein der Bücherei finanziert mit rund 400 Euro den Bestand mit.

„Wie ist das alles finanzierbar?“

Zielgruppe, so Braun, seien alle angemeldeten Bücherei-Leser. Sie könnten die Erweiterung mitnutzen. Im Stadtratsgremium erfuhr das Projekt durchweg Zustimmung. So dankte etwa Stadtrat Florian Weber (Bayernpartei) für eine „ganz tolle Sache und diese positive Geschichte“. Neben Grünen-Stadträtin Martina Thalmayr lobte auch Richard Lechner (SPD) das Projekt und regte zudem an, das Angebot auch im Stadtjournal bekannt zu machen.

Indes wollte Dieter Bräunlich (ÜWG) wissen, ob das Budget von 2000 Euro für das Vorhaben denn ausreiche. „Denn alleine ein Scanner kann ja schon mehrere hundert Euro kosten, wie ist das alles dann finanzierbar?“ Hiltrud Braun betonte daraufhin, dass das Projekt beziehungsweise der Bestand der „Bibliothek der Dinge“ natürlich noch erweitert werden könne. Man sei in der Erprobungsphase und müsse zunächst mal Erfahrungen sammeln.

Was ist beim Verleih zu beachten?

Wie bereits im städtischen Hauptverwaltungsausschuss regte Irene Durukan (Grüne) im Stadtrat an, dass man sich auch über die Möglichkeit der Spenden Gedanken machen solle. „Wenn jemand ein gutes Gerät hat und dieses nicht mehr braucht, könnte man das ja auch der Bibliothek zur Verfügung stellen“, so Durukan.

Wenig überraschend stimmte der Stadtrat dem Projek einstimmig (22:0) zu. Laut der Büchereileiterin Braun sei das neue Angebot eine „gute Sache zum Kennenlernen“. So gehörten dem Bestand etwa auch eine Slackline oder eine Ukulele an. Auch ein spezieller CD-Player für Menschen mit einer Sehbehinderung sei ausleihbar. Bei der Ausgabe eines Gegenstandes muss ein Formular unterschrieben werden. Man braucht einen Bibliotheksausweis und muss mindestens 18 Jahre alt sein.

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