Jahresschlusssitzung des Stadtrates

Bad Aiblings Bürgermeister stolz auf Zusammenhalt im Corona-Jahr

Die ersten Schritte sind getan: Die St.-Georg-Schule ist abgerissen, der Umzug in die Containerschule an der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße erfolgt. Ab April soll mit dem Neubau an der Sonnenstraße begonnen werden.
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Die ersten Schritte sind getan: Die St.-Georg-Schule ist abgerissen, der Umzug in die Containerschule an der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße erfolgt. Ab April soll mit dem Neubau an der Sonnenstraße begonnen werden.

Stolz schwang mit in der Rückschau, die Stephan Schlier (CSU) in der Jahresschlusssitzung des Stadtrates erstmals als Bürgermeister hielt. Stolz auf die Stadt, deren Bürger und den Zusammenhalt, der vor allem in den vergangenen neun Monaten so deutlich zum Tragen gekommen war.

Bad Aibling – Es sei ein außergewöhnliches und ungewöhnliches Jahr gewesen. Ein Jahr, das niemand habe voraussehen können, das die Menschen als Gesellschaft, als Einzelne, aber auch als Stadt und als Stadtrat vor riesige Herausforderungen gestellt habe. „Corona hat auch unser Leben und Arbeiten in Bad Aibling dominiert. Aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen und uns auf die neue Situation eingestellt. Indem wir als Kommune zusammengehalten haben“, verdeutlichte Schlier.

Hinter den Zahlen stehen Menschen

„Bei aller Zahlenstatistik dürfen wir nie vergessen, dass hier Menschen dahinter stehen und dass es viele schwere Verläufe und leider auch Todesfälle gab. Es ist nicht leicht und wir haben die Aufgabe, diese Pandemie so gut es geht – auch in unserem Bereich – einzudämmen. Um uns, aber um vor allem unsere Mitmenschen zu schützen“, betonte er.

Viele Veränderungen auf vielen Ebenen

Für den im März neu gewählten Stadtrat sei es heuer nicht nur ein „ganz besonderer Start“ gewesen, mit vielen Veränderungen an der Spitze der Stadt, im Gremium und auch dem Wechsel der Stadtwerkeleitung, die jetzt Stefan Barber innehat. „Dass wir in der größten Krise unseres Landes seit dem Zweiten Weltkrieg beginnen und arbeiten mussten, hätte keiner im Februar gedacht“, stellte Schlier fest. Und fuhr fort: „Wir haben es aber gemeistert. Wie ich finde, sehr sehr gut gemeistert.“

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Der im März neu gewählte Bürgermeister sprach von einer Vielzahl an Corona-Maßnahmen, die die Stadt aufs Gleis gesetzt habe. Man habe hier nicht gewartet, sondern proaktiv mit einem Krisenprogramm die Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Menschen und den Unternehmen zu helfen. Hier hob er besonders auch alle Initiativen und Personen hervor, die sich engagiert und viel erreicht hätten.

Die Beachvolleyballfelder im Sportpark wurden im Sommer wieder auf Vordermann gebracht.

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Stadtrat und Verwaltung hätten „kreativ, manchmal konfrontativ, aber ungemein produktiv“ gearbeitet beziehungsweise zusammengearbeitet. „Wir haben viel planen und noch viel mehr umsetzen können. Bad Aibling ,macht‘ – egal wie schwer die äußeren Umstände sind“, lobte das Stadtoberhaupt.

Zu den wichtigsten Projekten zählte Schlier die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses von Bad Aibling, das Großprojekt Grund- und Mittelschule St. Georg, die Planungen zum Ausbau der Kinderbetreuung und die Bebauungspläne für neuen Wohnraum mit dem „Aiblinger Modell“.

Auch digital geht‘s voran

Hinzu kämen unter anderem die Ehrenamtsförderung, etwa im Bereich der Feuerwehr mit dem Startschuss der Beschaffungen zweier Löschgruppenfahrzeuge, die Digitalisierung durch Ausweitung der Online-Dienstleistungen, das digitale Parken per App oder die Beschaffungen für das digitale Klassenzimmer.

Positive Entwicklungen gebe es zudem mit der Entscheidung für den neuen Standort des Christkindlmarktes am Irlachweiher, der Sanierung der Beachvolleyball-Plätze im Sportpark und den neuen Ärztehäusern. Die Stadt habe zudem für weitere zehn Jahre das Prädikat „Bad“ verliehen bekommen, das Starkregenereignis am 4. August glimpflich und dank der Einsatzkräfte überstanden und überarbeite grundsätzlich die Planungen zum Hochwasserschutz.

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„Wir haben uns als Gremium einstimmig und klar zu den westlichen Trassenvarianten im Raumordnungsverfahren zum Brennernordzulauf positioniert, wir haben uns beim Bebauungsplan zum Lichtspielhaus geeinigt und uns Gedanken über einen neuen grünen Wochenmarkt gemacht. Und wir haben unser Heimatmuseum als echtes Schmuckstück nach der Sanierung wiedereröffnet“, mit diesen Worten untermauerte Schlier sein Fazit: „Ich denke, dass wir viel mehr geschafft haben, als man auf den ersten Blick meinen könnte.“

Corona-Frühjahr in Bad Aibling: Verwaiste Stadtmitte an einem Samstag im April um 11 Uhr.

Große Hoffnungen auf dem Impfstoff

Für das neue Jahr sei die Hoffnung groß, mit dem Impfstoff gegen Corona Schritt für Schritt weiter zur Normalität zu kommen, so Schlier mit Blick auf 2021. Er freue sich schon heute, wenn das Vereinsleben wieder beginnt, „wenn man sich ungezwungener und vielleicht mit weniger und irgendwann wieder ohne Auflagen treffen kann“.

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