Grenzpolizei Raubling beweist guten "Riecher"

12,5 Kilo Kokain in Auto auf A8 bei Bad Feilnbach entdeckt

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Bad Feilnbach - Das Kokain war im Fahrzeuginneren versteckt - und das in reichem Maße. Insgesamt zwölf Kilogramm spürten die Schleierfahnder bei einer Kontrolle auf der A8 auf. 

Die Beamten der Grenzpolizeiinspektion Raubling überprüften auf der Autobahn A8 am Samstag, 28. September, gegen 3.05 Uhr, auf Höhe des Eulenauer Filz, einen Wagen mit deutscher Zulassung. 

Wie das Bayerische Kriminalamt bekannt gab, befand sich der Fahrer, ein 28-jähriger albanischer Staatsangehöriger auf dem Weg in Richtung Österreich. Im Zuge der Kontrolle entdeckten die Fahnder insgesamt etwa 12,5 Kilogramm Kokain, die im Fahrzeuginneren versteckt waren. 

Näheres zu dem dringend Tatverdächtigen und seiner genauen Fahrtroute sind derzeit noch Bestandteil der laufenden Ermittlungen, erklärte das Bayerische Landeskriminalamt. 

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Der 28-Jährige wurde umgehend dem zuständigen Richter am Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt, welcher eine Unterbringung in Untersuchungshaft anordnete. 

"Ihm wird die Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu Handelszwecken zur Last gelegt", so die offizielle Anschuldigung gegen den Tatverdächtigen.  

Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen übernahm die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes München unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein.

Hot-Spot Hamburger Hafen

Vor allem im Hamburger Hafen gelingen dem LKA und dem Zollfahndungsamt Hamburg regelmäßig "empfindliche Schläge" gegen international tätige Drogenhändler

Anfang August kam es so zu einem Rekordfund: 4,5 Tonnen Kokain mit einem Straßenverkaufswert von rund einer Milliarde Euro. Versteckt waren die Drogen auf einem im Hamburger Hafen eingetroffenen Containerschiff.

4,5 Tonnen Kokain auf Containerschiff in Hamburg entdeckt

Als die Beamten den Container öffneten - die Fracht war als Sojabohnen deklariert -, sahen die Zöllner jedoch nur eine große Menge an schwarzen Sporttaschen. Beim Öffnen entdeckten sie dann die Koks-Pakete mit ihrem tonnenschweren Gesamtgewicht.

Dealer bleiben erfinderisch

Bereits Anfang April 2019 hatte das Zollfahndungsamt Hamburg einen Hinweis erhalten, dass sich in drei Seecontainern eines unter deutscher Flagge fahrenden Schiffes nicht wie angegeben Bananen, sondern Kokain befinden würde.

Noch nie wurde so viel Kokain produziert

M ehr als eine halbe Million Menschen weltweit sind 2017 wegen ihres Drogenkonsums und damit einhergehender Krankheiten gestorben. Das erklärten Experten des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien. Konkret waren es 585.000 Menschen.

Verglichen mit 2009 sei die Zahl der Nutzer damit um 30 Prozent gestiegen. 2017 hätten 5,5 Prozent der Weltbevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren Drogen genommen.

Die illegale Herstellung von Kokain habe zudem ein Allzeit-Hoch mit fast 2000 Tonnen erreicht.

Bundesweit zog der deutsche Zoll im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 3,2 Tonnen des Rauschgifts aus dem Verkehr. Diese Bilanz wird anno 2019 schon allein durch die jüngsten Schiffsfunde nach oben schnellen. Die Rekordmenge lag 2017 bei insgesamt 8,1 Tonnen.

mz (dpa/Pressemeldung Bayerisches Landeskriminalamt)

Quelle: mangfall24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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