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So denken die OVB24-Leser über den Polizeieinsatz

Geburtstagsparty in Kematen aufgelöst: „Die alles gefährden, werden als arme Opfer dargestellt“

Polizeieinsatz in Kematen: Am späten Samstagabend lösen Beamte eine vermeintliche Geburtstagsparty auf. Nachbarn eilen zum Gasthaus und stellen die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme in Frage.
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Polizeieinsatz in Kematen: Am späten Samstagabend lösen Beamte eine vermeintliche Geburtstagsparty auf. Nachbarn eilen zum Gasthaus und stellen die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme in Frage.

Der Polizeieinsatz am Samstag, 6. März, in einem Gasthaus in Kematen bei Bad Feilnbach wird von vielen Diskussionen begleitet. Dies zeigt auch ein Blick auf die Facebook-Seiten von OVB24. Vollkommen überzogen oder leider notwendig? Die Meinungen gehen auseinander:

Bad Feilnbach - In der Nacht von Samstag, 6. März, auf Sonntag, 7. März, musste die Polizei einige verbotene Corona-Party in der Region beenden. Besonderes bei einer „Veranstaltung“ in Bad Feilnbach ging es offenbar drunter und drüber. Christina Weingast, die älteste Tochter des gleichnamigen Gasthauses in Kematen, wollte am Samstagabend ihren 18. Geburtstag feiern

Reaktion auf anonym Hinweis - Polizei sprengt Geburtstagsfeier in Kematen

„Über den ganzen Tag verteilt kamen Besucher – ihre Freunde, die Verwandtschaft, immer nur vereinzelt“, erklärte Vater Rupert Weingast (Plus-Artikel). Am Abend sei der Geburtstag nicht mehr ganz regelkonform gewesen, räumt Rupert Weingast ein. „Doch eine Party mit 30 Leuten war es nie.“ Durch einen anonymen Hinweis wurde die Polizei jedoch auf die Feier aufmerksam gemacht. Elf Streifenwagen mit Besatzung - darunter auch Diensthundeführer - machten sich am Samstagabend auf zum Gasthaus Weingast.

„In dem Anwesen konnten schließlich neun Männer und Frauen sowie eindeutige ‚Beweise‘ für eine zuvor statt gefundene Geburtstagsfeier mit geschätzten 30 Personen festgestellt werden“, berichtete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Während die Beamten vor Ort die Anzeigen aufnahmen, kamen mehrere Nachbarn hinzu, welche ihrem Unmut über den Zugriff und die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen Luft machten.

Keiner wolle einer 18-Jährigen die Geburtstagsparty verderben. „Aber die Polizei muss die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen kontrollieren, Verstöße verfolgen und solche Zusammenkünfte auflösen“, so Martin Emig, Pressesprecher am Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Polizei löst Geburtstagsfeier in Kematen bei Bad Feilnbach auf: Hitzige Leser-Debatte auf Facebook

In den sozialen Medien entfachte der Polizeieinsatz in Kematen heftige Debatten bei unseren Usern. „Jetzt ist man schon ein Schwerverbrecher, wenn man einen 18. Geburtstag feiert. Echt traurig! Wie weit müssen wir noch sinken?“, schreibt etwa Andrea F. unter dem entsprechenden Facebook-Post von rosenheim24.de. Auch Monika M. pflichtet ihr bei: „Hab gar nicht gewusst, dass hier so viele Schwerverbrecher leben. Diesen Geburtstag wird das arme Mädel nie vergessen. Nur noch traurig, was da abgeht. Und die ‚Petze‘ sollte sich in Grund und Boden schämen.“

Den Kindern werden Erfahrungen genommen! Sie dürfen nicht lernen, wie das Leben ist. Der erste Rausch, die erste Liebe, der erste Discobesuch. Und ganz ehrlich dazu gehört auch rebellieren. Nur wie lange wollen wir noch zuschauen? Wenn ein Kind nix darf, wird es zu einem Erwachsenen, der sich nix traut und nix kann“, meint Heidi G. auf Facebook. „Ob das Verhalten der Polizei gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Gejammert wird überall. Kommen sie nicht, ist das Geschrei groß. Kommen sie, genauso. Vielleicht hätten zwei Streifenwagen aber gereicht, um die Situation abzuklären. Verstärkung hätten sie ja nachfordern können“, schreibt Petra W.

Leser zeigen Verständnis für Einsatz: „Das Verhalten der Polizei ist durchaus gerechtfertigt“

Aber es gibt auch durchaus User, die Verständnis für das Vorgehen der Polizei am Samstagabend bei Bad Feilnbach haben: “Ganz abgesehen davon, wie sinnvoll man die Maßnahmen findet. Es ist verboten. Da braucht man sich doch bei einer Party mit 30 Leuten nicht zu beschweren, wenn die Polizei kommt“, so Linus.

Auch Karl H. hat Verständnis dafür: „Ich versteh nicht, was es da viel zum rumdiskutieren gibt. Corona ist doch nicht beendet, nur weil es nervt. Die Kids treffen sich und merken natürlich nicht, wenn sie anfangs infiziert sind. Dann gehen sie nach Hause, stecken Eltern und die eventuell die Großeltern an, die Unterstützung bei den täglichen Problemen des Alltags brauchen. Kette geschlossen. Alle hoffen auf Erleichterungen, aber Leute (in diesem Falle Kids) die alles gefährden, werden als arme Opfer dargestellt. Das Verhalten der Polizei ist durchaus gerechtfertigt.“ 193 Likes erhielt er dafür auf der Facebook-Seite von rosenheim24.de.

Auch Heidi G. versteht die Aufregung um den Einsatz in Kematen nicht: „Mein Mitleid hält sich jetzt aber mal wieder enorm in Grenzen. Mit 18 weiß man ja eh alles viel besser, als die altmodischen Alten es einem predigen. Wer nicht hören will, muss fühlen.“

jg

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