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Große Trauer in Bad Feilnbach

Kaninchenzucht war eine der Leidenschaften vom „Haserer-Sepp“

Sepp Singer ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
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Sepp Singer ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Die Kaninchenzucht gehörte zu den Leidenschaften von Sepp Singer, der vor kurzem im Alter von 85 Jahren verstarb. Um ihn trauern Ehefrau Hilde, die Söhne Josef und Christian, die Töchter Annemarie und Angelika sowie sechs Enkelkinder und zwei Urenkel.

Bad Feilnbach – Eine große Trauergemeinde gab dem Verstorbenen nach dem Requiem in der Kemater St. Martinskirche das letzte Geleit zum Familiengrab im angrenzenden Kirchenfriedhof. In seiner Predigt versuchte Pater John, die bewegende Lebensgeschichte von Sepp Singer nachzuzeichnen. Geboren in Pang wuchs er mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder Walter bis 1947 in der Aiblinger Au auf. 1949 zog es die Familie nach Unterhofen, wo die Eltern Josef und Anna Singer ein Jahr zuvor mit viel Fleiß und Mühen ein Haus errichtet hatten. Für die beiden Buben bedeutete das eine unbeschwerte Kindheit.

Bei Wind und Wetter hieß es aber auch, die 1,2 Kilometer bis zur damaligen Volksschule in Kematen zu Fuß zu laufen. Nach der Schulzeit arbeitete er zehn Jahre als Holzfäller für seinen Vater, von Beruf Holzhändler. Dann sattelte er zum Berufskraftkraftfahrer um und war bei verschiedenen Firmen tätig. Von 1979 an bis zum Ruhestand verdingte er sich als Baumaschinenführer in der ehemaligen US-Station in Mietraching. Bei einem Kinobesuch 1956 lernte er seine Hilde kennen und lieben. Den Bund der Ehe schlossen beide 1958.

Sepp Singer hatte viele Leidenschaften und Steckenpferde, wie seine Töchter erzählten. Dazu gehörten die Jagd, passive Mitgliedschaft im Trachtenverein „Edelweiß“ Dettendorf-Kematen, die Mitgliedschaft im Musikverein Au sowie im Ausschuss des Hauptvereins ASV Au. In dessen Sparte Fußball sorgte er bei Christbaumversteigerungen mit heiteren Sprüchen für kurzweilige Stunden bis spät in die Nacht.

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1960 kam Singer mit seinem wohl größten Hobby in Berührung, welches auch zum Spitznamen „Haserer-Sepp“ führte. Es war die Kaninchenzucht, mit er viele Stunden in seiner Freizeit verbrachte. 1964 bekleidete er erstmals das Amt des Preisrichters. Weitere Ehrenämter folgten, die er bis zu seinem 80. Geburtstag ausführen konnte.

Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenobmann der Preisrichter Oberbayern, Ehrenmitglied im Kaninchenzuchtverein Rosenheim, Ehrenmeister im Zentralverband deutscher Rassekaninchenzüchter sowie zum Ehrenvorsitzenden der bayerischen Preisrichter ernannt. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er außerdem mit dem Ehrenzeichen für langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten des bayerischen Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber ausgezeichnet.

2018 sorgten gesundheitliche Probleme für drastische Einschränkungen. Operationen mit Komplikationen veränderten sein Leben völlig. Durch die liebevolle Pflege seiner Frau Hilde und Betreuung durch die beiden Töchter konnte er im Rollstuhl soweit wie möglich am Leben teilnehmen.

Die letzte größere Feier im Kreise seiner Familie war die Namenstagsfeier seines Schwiegersohnes Peter im Gasthaus Weingast in Kematen. Wenige Tage später brach Sepp Singer zusammen und verabschiedete sich, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im Kreise seiner geliebten Familie.

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